Eier
Ei, ei, ei, was für Gerichte

Meist bleiben noch einige Ostereier im Nest, wenn die Feiertage schon fast vorbei sind. Die ideale Möglichkeit, das Ei einmal anders zuzubereiten, als es einfach mit Salz und Mayonnaise zu servieren.

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Nüsslisalat mit Ei

Nüsslisalat mit Ei

Keystone

Von Silvia Schaub

Irgendwann geht auch das härteste Killer-Ei in die Brüche, nachdem es Stumpf auf Stumpf und Spitze auf Spitze getütscht wurde. Und dann? Wohin mit dem ganzen Eierberg? So einfach zum Verschwinden lässt er sich nicht immer bringen, wie er einst aufgetaucht ist. Schliesslich kommen die Ostereier nicht zwingend vom Hasen: In manchen Gegenden Europas bringt sie der Fuchs, andernorts auch der Storch oder der Kuckuck.

Eile ist allerdings keine angesagt, wenn es um die Verwertung von Eiern geht. Deshalb dürfen sie durchaus noch eine Weile als Dekoration hinhalten. Hart gekochte Eier lassen sich gut vier Wochen aufbewahren. Bei industriell gefärbten Eiern verhindert der Schutzlack das Eindringen von Keimen, sodass sie bei Raumtemperatur sogar bis zu drei Monaten haltbar sein sollen. Eine blau-grüne Verfärbung zwischen Eiweiss und Dotter ist übrigens kein Zeichen für ein altes Ei und unbedenklich für den Verzehr. Der farbige Ring entsteht durch langes Kochen. Dadurch werden Schwefel und Eisen freigesetzt, das miteinander zu Eisensulfid reagiert.

Auch Sorgen um den Cholesterinspiegel braucht man sich ihretwegen nicht zu machen. Ein bis zwei Eier pro Tag verträgt es gut. Allerdings nicht zusätzlich, sondern statt fettreicher Wurst- und Käsesorten. Ein Hühnerei hat zwar 250 Milligramm Cholesterin, Studien zeigen aber, dass das im Ei vorhandene Lecithin die komplette Aufnahme des Cholesterins verhindert.

Gekochte Eier lassen sich auf verschiedenste Weise verwerten. Besonders schmackhaft sind fein gehackte Eier zu einer Masse verarbeitet. Mayonnaise, Senf, Schnittlauch, Salz und ein wenig Essig und schon hat man einen feinen Brotaufstrich. Wer es edel mag, serviert sie mit Kaviar gefüllt.

Gefüllt wirken Eier ohnehin sehr dekorativ. Wie zum Beispiel das Rezept für Tapas-Eier mit Spargel und Minze (aus Basic Tapas von Valérie Berry, AT-Verlag): Die Eier längs halbieren, das Eigelb herauslösen und mit einer Gabel zerdrücken. Die Spargelspitzen blanchieren und sehr fein schneiden, mit Mayonnaise mischen und Minze hinzufügen. Salzen und pfeffern und die Eihälften damit füllen.

Einmal ganz anders serviert schlägt es TV-Köchin und Buchautorin Annemarie Wildeisen vor: als Eiergratin. Die Eier schälen und längs halbieren. Die Eigelbe auslösen und durch ein Sieb in eine Schüssel streichen. Die Eiweisshälften in eine gut ausgebutterte Gratinform setzen. Die Schalotten schälen und fein hacken. In der Butter glasig dünsten. Zu den Eigelben geben. Pfeffer grob zerdrücken und 3 Esslöffel Crème fraîche beifügen und salzen. Die Eigelbmasse in die Eihälften füllen.

Für die Sauce in einer Pfanne etwas Butter schmelzen, Mehl beifügen und unter Rühren kurz dünsten. 2,5 dl Milch und 0,5 dl Rahm dazugiessen, aufkochen und die Sauce auf kleinem Feuer 4 bis 5 Minuten kochen lassen. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Sbrinz würzen, Schnittlauch in Röllchen schneiden. Wenig Sauce über die gefüllten Eier träufeln, den Rest darum herum verteilen. Den Eiergratin im auf 230 Grad vorgeheizten Ofen auf der zweituntersten Rille 10 Minuten überbacken. En Guete!

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