Ehrlich-Preise an US-Biologinnen und deutschen Professor verliehen

Blackburn (l) und Greider (r)

Blackburn (l) und Greider (r)

Für die Entdeckung einer Art Jungbrunnen in biologischen Zellen sind die US-Biologinnen Elizabeth Blackburn und Carol Greider mit dem Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2009 geehrt worden. Der Preis ist mit 100 000 Euro dotiert.

Die Biologinnen erhielten die Auszeichnung in Frankfurt für die Erforschung eines Enzyms, das für die Zellteilung und -alterung wichtig ist. Das Enzym spielt auch bei der Entstehung von Krebs eine Rolle.

Professorin Blackburn arbeitet an der Universität von Kalifornien, ihre frühere Doktorandin Greider ist Professorin an der Johns Hopkins Universität in Baltimore. Beide Frauen entdeckten 1984 gemeinsam die Telomerase.

Dieses Enzym wirkt der Zellalterung entgegen und kann das Tumorwachstum fördern. Der Stiftungsrat würdigte die Arbeit der Biologinnen als Meilenstein und Sensation. Blackburn und Greider betonten in ihren Dankesreden die Bedeutung reiner Grundlagenforschung.

Der Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis gilt als eine der wichtigsten wissenschaftlichen Preise in Deutschland. Die Paul-Ehrlich-Stiftung vergibt ihn seit 1952.

Benannt sind die Auszeichnungen nach dem Medizin-Nobelpreisträger Paul Ehrlich (1854-1915) sowie dem Chemiker und Wissenschaftshistoriker Ludwig Darmstaedter (1846-1927). Das Preisgeld bringen das deutsche Gesundheitsministerium und Pharmaunternehmen auf.

Seit 2006 vergibt die Stiftung auch einen mit 60 000 Euro dotierten Nachwuchspreis. Dieser ging in diesem Jahr an den Biologie-Professor Falk Nimmerjahn von der Universität Erlangen-Nürnberg. Er beschäftigt sich mit der Rolle des Immunsystems bei Krankheit und Therapie.

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