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Effizient und kostensparend

Mit der in nur drei Monaten erstellten neuen Wasseraufbereitungsanlage im Kieswerk Lenzburg sparen die Ortsbürger künftig nicht nur Geld, sondern auch Raum, Zeit und Energie.

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Lenzburger Bezirks-Anzeiger

Ruth Steiner

Rund 700 000 Franken investierte die Kieswerkeigentümerin, die Ortsbürgergemeinde Lenzburg, in die Wasseraufbereitungsanlage, welche dieser Tage in Betrieb genommen wurde. «Damit werden wir den jüngst für den Reinigungsprozess des Kieses benötigten Frischwasserverbrauch um rund 90 Prozent reduzieren können. Die aus den Betriebsreserven erstellte Anlage mit Gebäudehülle sollte demzufolge bereits in rund zwei Jahren amortisiert sein», hielt der beim Stadtrat zuständige Ressortleiter Köbi Salm fest.

Platzsparende neue Lösung

Weshalb wurde die Investition überhaupt notwendig? Bisher wurde das verschmutzte Wasser in sogenannte Schlammweiher auf dem Areal gepumpt, wo sich der Schlick innert ein paar Tagen absetzte und das auf natürliche Art und Weise gereinigte Wasser anschliessend wieder in den Reinigungskreislauf zurückgelangte. Infolge zunehmenden Platzmangels für diese klassische Säuberungsmethode musste deshalb eine raumsparende Lösung gefunden werden.
Die von der Firma Marti Technik AG, Horw, projektierte und installierte Wasseraufbereitungsanlage besteht aus zwei siloähnlichen Gefässen. Das verschmutzte Wasser wird in das eine hineingepumpt und über die ebenfalls installierte Dosierungsanlage wird in der notwendigen Menge Flockungsmittel zugeführt. Dieses beschleunigt das Niedersetzen der Schlammmasse und damit den laufenden Reinigungsprozess. Der Abfall wird anschliessend über eine Pumpanlage in eine Depotgrube geführt, wo er schliesslich austrocknet und das Restwasser versickert. Hier besteht laut Stadtrat Salm Platzreserve auf mehrere Jahrzehnte hinaus. Über den zweiten Behälter wird das saubere Wasser wieder in die Kieswaschanlage zurückgeführt.

Einschwemmen, was künftig ausschwemmen soll

Der abgebaute Kies muss gereinigt werden, da zur Weiterverarbeitung nur saubere Grundstoffe verwendet werden können. Schlamm beispielsweise hat eine schmierseifenähnliche Funktion. Beton, aus kontaminiertem Sand hergestellt, würde demzufolge dessen Stabilität gefährden. Der Kies wird bei der Aufbereitung automatisch über verschiede feinmaschige Siebe geführt, welche die Steine bis hin zum Sand nach entsprechenden Grössen aussortieren.
In diesem Verfahren werden die zwischen den Kieseln vorhandenen Verunreinigungen herausgeschwemmt. Am vergangenen Freitag wurde die Anlage erst einmal von der Kieswerkkommission unter Präsident Claudius Obrist und rund vierzig Gästen in einer gemütlichen Einweihungsfeier tüchtig eingeschwemmt.

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