Solothurn
Eben noch ein Fahrverbot – nun ein Parkplatz

Wenn der Verkehr nicht mehr über den Bahnhofplatz rollen kann, hat dies auch Konsequenzen für das Quartier. Parkplätze verschwinden vorübergehend – und tauchen an unerwarteten Orten auf.

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Bahnhofplatz

Bahnhofplatz

Solothurner Zeitung

Regula Bättig

Noch rollt der Verkehr, doch in wenigen Tagen wird der Bahnhofplatz dichtgemacht. Mit dem Anbringen der Abschrankungen ist es aber nicht getan, daher laufen die Vorbereitungen schon seit längerer Zeit. Dazu gehören auch die rund 30 Parkplätze, die an der Hauptbahnhofstrasse zwischen dem Kreuzackerpark und der Gewerblich-industriellen Berufsschule entstanden sind - in einem Bereich also, wo sonst ein Fahrverbot gilt.

«Das Verbot wird während der Vollsperrung der Bahnhofplatzes um einige Meter nach vorne verschoben», sagt Christoph Wenk, Dienstchef Technischer Dienst der Stadtpolizei Solothurn. Notgedrungen. Während der «heissen Phase» der Bauarbeiten ist so oder so vieles anders als normal. Und länger als die Bauarbeiten beim Bahnhofplatz dauern, werden die Parkplätze nicht bestehen: «Das ist lediglich ein Ersatz für jene Parkplätze, die wir wegen der Umleitung durch das Quartier aufheben müssen», sagt Wenk. Gedacht sind die Parkmöglichkeiten also für die Gewerbetreibenden und Besucher der Vorstadt. Kurzzeit- und Ersatzparkplätze für den Bahnhof werden an anderen Stellen entstehen: An der Dornacherstrasse, beim Zürichhaus und Richtung Zuchwil, beim ehemaligen Güterbahnhof.

Kein Werk für die Ewigkeit

Dass die Parkfelder beim Kreuzackerpark kein Werk für die Ewigkeit sind, ist eindeutig: Markiert wurde nämlich nur der vordere Teil. «Der Aufwand, die Markierungen durchgehend aufzuzeichnen und danach wieder zu entfernen, wäre für die paar Monate zu gross gewesen», sagt Wenk. So aber halte sich dieser in Grenzen, zumal auf der Hauptbahnhofstrasse nächstes Jahr der bis anhin fehlende Deckbelag eingebracht wird.

Noch angebracht werden aber die Nummern - und eine Parkuhr: Denn die Parkplätze werden bewirtschaftet. 2 Franken kostet die Nutzung pro Stunde, der übliche Tarif in der Stadt.

Da Parkuhren nicht einfach bei der Stadtpolizei im Lager stehen, habe man eine neue angeschafft. «Aber nicht eigens für diese paar Monate», betont Wenk. Einige der Parkautomaten in der Stadt hätten mittlerweile ein Alter erreicht, da sie ersetzt werden müssten. «Wenn also der Automat im Kreuzackerpark nicht mehr gebraucht wird, ersetzen wir einen anderen damit.»