Laut Vize-Verkehrsminister Ahmed Madschidi waren 40 Passagiere und acht Crew-Mitglieder an Bord. 38 Menschen kamen ums Leben. Elf Verletzte wurden in ein Spital gebracht, ein Opfer erlag seinen schweren Verletzungen, wie die Nachrichtenagentur Irna wenig später unter Berufung auf den Politiker berichtete.

Zuvor hatte die Agentur einen Feuerwehrsprecher zitiert, der alle Passagiere für tot erklärte. Später war die Rede von neun Verletzten, die ins Spital gebracht worden seien. Zwei von ihnen schwebten in Lebensgefahr.

Auch die Agentur Fars korrigierte die Opferzahl später nach unten und berichtete, dass 37 Leichen geborgen worden seien. Opfer am Boden gab es laut der nationalen Luftfahrtbehörde nicht.

Noch schlimmeres Unglück verhindert

Nach offiziellen Angaben schlug das Flugzeug um 09.18 Uhr Ortszeit (06.48 MESZ) im knapp fünf Kilometer entfernten Stadtteil Asadi unweit eines Marktes auf dem Boden auf, nachdem es eine Mauer und Bäume gestreift hatte. Ein noch schlimmeres Unglück wurde nur knapp vermieden, da sich zu diesem Zeitpunkt laut Augenzeugen zahlreiche Menschen auf dem rund 500 Meter entfernten Markt befanden.

Ursache des Absturzes der zweimotorigen Turbopropellermaschine war anscheinend ein Triebwerksschaden. Von der abgesperrten Absturzstelle stieg dichter schwarzer Rauch in den Himmel über der Hauptstadt. Auf dem Heckteil des verkohlten Wracks war das Delfin-Logo der Fluggesellschaft Sepahan Airlines zu erkennen.

Das Flugzeug war Medienberichten zufolge auf dem Weg nach Tabas im Osten des Landes. Der Flughafen Mehrabad in der Nähe von Teherans Stadtzentrum ist der wichtigste Airport für Inlandsflüge. Die meisten internationalen Verbindungen starten auf Teherans weiter westlich gelegenem Imam-Khomeini-Flughafen.

Veraltete Flugzeuge und mangelhafte Wartung

Im Iran ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Flugzeugunglücken gekommen. Ein Grund dafür sind wohl veraltete Flugzeuge, mangelhafte Wartung und fehlende Ersatzteile infolge der internationalen Sanktionen gegen das Land.

Davon betroffen sind sowohl die staatlichen als auch die privaten Fluggesellschaften der Islamischen Republik, die wegen ihres umstrittenen Atomprogramms von den USA und der EU mit Wirtschaftssanktionen belegt worden ist.