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«Du bist wie ein Lexikon»

Übergabe: Ueli Steinmann, Heidi Berner (v. l.) und Manuela Stutz (ganz rechts) verabschieden im Büro der SVA-Zweigstelle in Lenzburg die bisherige Leiterin Elisabeth Roth. JU

Übergabe

Übergabe: Ueli Steinmann, Heidi Berner (v. l.) und Manuela Stutz (ganz rechts) verabschieden im Büro der SVA-Zweigstelle in Lenzburg die bisherige Leiterin Elisabeth Roth. JU

Zwölf Jahre lang kümmerte sich Elisabeth Roth um die Anliegen der Lenzburger zur AHV oder der Krankenkassenverbilligung. Neu übernimmt Manuela Stutz diese Aufgaben.

Irena Jurinak

Zeit für Gespräche mit ihren Kunden hatte Elisabeth Roth immer. Egal ob es darum ging, beim Ausfüllen eines Formulars zu helfen oder den Kontakt zu anderen zuständigen Stellen zu vermitteln. Seit 1997 leitete sie die Zweigstelle der Sozialversicherungsanstalt Aargau (SVA) in Lenzburg.

Viel zu tun gaben nicht nur die Anträge für die Krankenkassenverbilligung, die jeweils im Frühling eingingen und sie bis in den Herbst hinein beschäftigten. «Im Vergleich zu früher haben die Spezialfälle zugenommen.» Von den rund 800 Anträgen führte sie fast bei jedem zweiten Klienten Diskussionen oder musste Fragen beantworten.

Sie half an vielen Ecken

Auch die verschiedenen Formulare zur AHV oder den Ergänzungsleistungen muss-
te sie oft erklären. «Viele erschrecken, wenn sie sehen, wie viel gefragt wird und brauchen Hilfe beim Ausfüllen.» Immer wieder sprach Elisabeth Roth Menschen direkt an und riet ihnen, die ihnen zustehenden Leistungen in Anspruch zu nehmen. «Sie wusste immer, wer Hilfe braucht und stellte die Kontakte her», sagt Ueli Steinmann von der SVA Aargau.

Insgesamt 40 Jahre arbeitete Elisabeth Roth für die Stadt Lenzburg, ganz am Anfang noch für die Fürsorge. Nebenamtlich war sie 19 Jahre lang Kassierin bei der städtischen Hilfsgesellschaft, einem privaten Verein. «War jemand bei mir am Schalter und brauchte eine neue Brille, die von den Ergänzungsleistungen nicht übernommen wird, fragte ich dort um Hilfe.»

Auch nach ihrer Pensionierung will sie sich gemeinnützig engagieren und wurde auch schon von diverssen Seiten angefragt. «Ich habe aber noch nirgends zugesagt, ich wollte erst mal abwarten, bis es so weit ist», sagt sie und lacht. «Ich habe auch noch Hobbys.» Sie will wieder mehr mit dem Alpenclub wandern gehen und lesen.

Neu leitet Manuela Stutz

«Du warst hier fast so eine Art wandelndes Lexikon», sagt Manuela Stutz, 40. Die neue Zweigstellenleiterin arbeitete vorher sieben Jahre im Sekretariat der sozialen Dienste und war Stellvertreterin von Elisabeth Roth. Sie hat eine zweijährige Ausbildung im Bereich Sozialversicherungen gemacht. «Ich freue mich vor allem auf den Kontakt zu den Menschen.» Zu ihren Aufgaben gehört auch die Unterstützung der Amtsvormundschaft und der Sozialarbeitenden bei Fragen zu den Sozialversicherungen.

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