Dreifachhalle soll gebaut werden

Dass Bellach neue Turnhallen braucht, war bei den Stimmberechtigten unbestritten. Das vorgestellte Projekt soll aber optimiert werden – vor allen in Sachen Energie.

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Solothurner Zeitung

Ursula Grütter

Die Turnhallen beim Schulhaus Kaselfeld müssen dringend saniert werden. Dies ist dem Gemeinderat von Bellach (wir berichteten) seit längerer Zeit klar. Im Laufe der Abklärungen hat sich jedoch gezeigt, dass ein Neubau die bessere Lösung ist. Darüber war man sich sowohl im Gemeinderat als auch an der Gemeindeversammlung vom Mittwoch einig. Nicht einig war man sich hingegen über die Vorgehensweise bei der Planung. Verschiedene Redner aus den Reihen der 146 Anwesenden setzten sich für mehr Mitspracherecht der Bevölkerung ein und plädierten für einen Planungskredit in der Höhe von 600 000 Franken. Das hatte der Gemeinderat im Vorfeld abgelehnt und sich stattdessen für einen Brutto-Projektkredit von 7,8 Millionen Franken ausgesprochen. Der Antrag an die Gemeindeversammlung beinhaltete auch, dass die weitere Planung und Umsetzung - im Text als Vollzug bezeichnet - in der Kompetenz des Gemeindepräsidenten liegen solle.

An die Umwelt denken

Im Verlaufe der Diskussion im Turbensaal zeigte sich, dass viele Anwesende Befürchtungen bezüglich der Umweltverträglichkeit hatten. Der konsequente Einsatz von erneuerbaren Energien wurde gefordert und die Nutzung von Regenwasser sowie neuen Isolations- und Lüftungssystemen nach dem Minergie-P-Standard vorgeschlagen. Genehmige man in einem ersten Schritt einzig einen Planungskredit, könne dies besser kontrolliert werden, wurde argumentiert.

Im Namen der Fraktion der Grünen und der SP stellte Felix Glatz schliesslich gleich drei Anträge. Keine Chance hatte der Antrag für einen Projektierungskredit in der Höhe von 600 000 Franken. Er wurde mit 17 Ja zu 119 Nein abgelehnt. Auch der Antrag, dass das Bauprojekt vor der Umsetzung noch durch die Gemeindeversammlung genehmigt werden muss, fand wenig Anklang. 16 Personen stimmten dem Ansinnen zu, 117 lehnten es ab. Ein knappes Ja (56 zu 49 Stimmen) gab es indes bei der dritten Forderung. 56 Personen wollten, dass bei der Planung der Einsatz von erneuerbaren Energien wie Solarwärme und Photovoltaik geprüft werden müsse. Auch die Nutzung von Regenwasser bildete einen Teil der Forderung. Bauverwalter Hans Lüthi fand den Antrag unnötig. Bei öffentlichen Neubauten müsse ab Januar eh der Minergie-P-Standard erfüllt werden, sonst würde das Bauprojekt gar nicht erst bewilligt. Im Anschluss genehmigte der Souverän den Bruttokredit von 7,8 Millionen Franken mit einer Gegenstimme und ermächtigte die Behörde bei Bedarf Fremdmittel auf dem Kreditmarkt zu beschaffen.

Vertrag mit Kinderhaus Momo

Im Weiteren genehmigte die Gemeindeversammlung einen Bruttokredit von 330 000 Franken für die Sanierung des Schulhauses II. Es handelt sich um die zweite Sanierungsphase. Das Geld ist für die Erneuerung der Fassade und des Daches reserviert. Klar angenommen wurde auch ein Bruttokredit von maximal 91 300 Franken für das Kinderhaus Momo. Das Geld dient zum Ausgleich bei der Anwendung von Sozialtarifen. Die Gemeinde unterzeichnete im Juni eine Leistungsvereinbarung mit dem Kinderhaus.

Oppositionslos wurde auch das ausgeglichene Budget 2010 genehmigt. Die Investitionsrechnung wurde nach einem Antrag von Bauverwalter Hans Lüthi noch angepasst. Der Kredit für die Verbindung Hofweg-Turnstrasse ist sistiert worden, um den Behörden mehr Zeit für die Planung zu geben.