Drei Stockschläge: Das erwartet den Aargauer Sprayer

Singapur ist weltbekannt für seine harten Strafen. Schon gegen einen Besitzer von 15 Gramm Kokain wird die Todesstrafe verhängt. Wegen eines Graffitis wurde ein Aargauer zu drei Stockschlägen verurteilt. Wir erklären diese Foltermethode.

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Nachdem die Polizei in der Wohnung des 32-jährigen Aargauers Fotos von versprayten Zügen, Bestellungen für Spraydosen und eine Drahtschere gefunden hat, gestand der IT-Consultant nun vor dem Gericht, dass er in das Zugdepot eines Flughafens eingedrungen ist.

Dort hat er mit seinem Kumpanen auf einen Zugwaggon zwei Graffitis mit den Worten «McKoy» und «Banos» gesprayt. Das Gericht verurteilte ihn deswegen nun zu fünf Monaten Haft und drei Stockschlägen.

Für die Prügelstrafe wird der Verurteilte an einem Holzgestell festgezurrt. Die Schläge treffen den entblössten Hintern. Dazu holt der Ausführende mit voller Wucht aus.

Jeder Schlag hinterlässt einen weissen Strich auf der Haut. Trifft der Peiniger zwei Mal auf dieselbe Stelle, platzt die Haut auf und der Stock kann ab dem dritten Schlag offene Fleischwunden treffen.

Um die Schlagkraft noch zu erhöhen, wird der 1.27 Meter lange Rattan-Stock vor der Prügel in Wasser eingelegt. So wird er schwerer und flexibler.

Die Narben können das Opfer ein Leben lang an die Tortur erinnern. Damit der Gepeinigte die Strafe bei vollem Bewusstsein erlebt, ist immer ein Arzt dabei. Merkt dieser, dass das Bewusstsein nachlässt oder der Verurteilte gar in Ohnmacht fällt, wird die Strafe sofort unterbrochen und erst fortgesetzt, wenn volles Schmerzempfinden gewährleistet ist. (mik)

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