Dreckwasse: In diese Aargauer Badis sollte man besser nicht baden
Dreckwasser: In diese Aargauer Badis sollte man besser nicht gehen

In 16 Aargauer Badis hat das Amt für Verbraucherschutz (AVS) die Qualität des Wassers kontrolliert. Fazit: So dreckig wie dieses Jahr war das Wasser in Fluss- und Seebädern schon länger nicht mehr. In drei Badis sollte man gar nicht erst ins Wasser.

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In 16 Aargauer Badis hat das Amt für Verbraucherschutz (AVS) die Qualität des Wassers kontrolliert. Fazit: So dreckig wie dieses Jahr war das Wasser in Fluss- und Seebädern schon länger nicht mehr. In drei Badis sollte man gar nicht erst ins Wasser.

An insgesamt sechzehn Standorten an der Aare, der Reuss, der Limmat, am Rhein und Hallwilersee hat das AVS die Wasserqualität der Fluss- und Seebäder getestet. Fazit der diesjährigen Messung: Die Wasserqualität ist unterdurchschnittlich im Vergleich mit den langjährigen Erfahrungswerten.

Gebenstorf flop, Birrwil top

Besonders dreckig ist das Wasser bei der Reussbrück in Gebentorf, beim Limmatinseli in Spreitenbach und am Rhein-Uferweg in Full-Reuenthal. Hier rät das Amt gar vom Baden ab.

Einwandfrei ist das Wasser dagegen in den Badis am Hallwilerse. Für die Badi in Birrwil gab es Bestnosten gleich wie für die Badi Tennwil in Meisterschwanden und den Brestenberg in Seengen. Die Badi Seerose in Meisterschwanden und die Badi in Beinwil am See erhielten die Note B. Das heisst: Das Wasser ist hier von guter Qualtiät, das Baden bedenkenlos möglich.

Die Note B gab es auch für die Alti Badi in Aarau, die Reuss bei der Reussbrücke in Meerenschwand, den Rhein beim Zollübergang in Kaiserstuhl und das Rhein-Strandbad in Rheinfelden.

Nicht tauchen, gründlich waschen

Nicht unter Wasser tauchen und sich gründlich waschen nach dem Baden solllte wer im Schachen in Aarau und im Schachen in Brugg in die Aare springt. Die gleiche Empfehlung gilt für die Reuss vor der ARA in Mellingen und den Rhein-Badeplatz in Wallbach.

Daraus lässt sich ableiten: Im Hallwilersee ist das Wasser am saubersten, die Limmat am dreckigsten. Allerdings könnten laut AVS die Ergebnisse der aktuellen Kontrollen nicht auf jede Badestelle entlang den Flüssen oder am Hallwilersee übertragen werden.

Bereiche in unmittelbarer Nähe eines Einlaufs (z.B. eines Kläranlage-Einlaufs oder einer Regenwasserentlastung) könnten nämlich vermehrt mit Bakterien und unerwünschten Stoffen belastet sein kund deshalb zum Baden und Schwimmen weniger geeignet sind

Qualität variiert - je nach Wetter

Die Proben wurden am 5. und 6. Juli 2010 entnommen. In der Woche vorher und danach war zwar Badewetter, am 3. und 4. Juli 2010 gab es aber örtlich Gewitter. Das wirkte sich auf die Wasserqualität aus. An diesen Tagen sind an mehreren Stellen unüblich viele Fäkalkeime aufgetreten, das Wasser hatte teilweise D-Qualität. Das ist nicht ungewöhnlich. Die Wasserqualität kann sich an Fluss- und Seebädern nach einem Gewitter vorübergehend verschlechtern. Am Tag nach Gewittern sollten deshalb vor allem die Flussbäder gemieden werden.

Bei stabilem Hochsommerwetter erreichen die Fluss- und Seebäder hingegen die bestmögliche hygienische Wasserqualität. Die UV-Strahlung des natürlichen Sonnenlichtes tötet nämlich Bakterien und Viren ab.

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