Reinach

Dorfkirche erhält neues Innenleben

Reinacher St.-Nikolaus-Kirche wird zum 500-Jahr-Jubiläum der Pfarrei saniert

Tobias Gefeller

Im Jahre 2011 feiert die römisch-katholische Kirchgemeinde Reinach das 500-jährige Bestehen der katholischen Pfarrei. Für dieses Jubiläum soll die Dorfkirche St. Nikolaus umfassend saniert, renoviert und der Innenraum neu gestaltet werden. Die ehemalige Regierungsrätin Elsbeth Schneider stellte gestern das Siegerprojekt vor.

«Eine Analyse der baugeschichtlichen Entwicklung und die Aspekte Verharren und Festhalten, Aufbrechen und Neue-Wege-Suchen sowie die liturgische Grundordnung liegen dem Gestaltungskonzept zu Grunde.» So stellte das Aarauer Architekturbüro Andreas Marti und Partner sein Projekt zur Umgestaltung der Dorfkirche vor. Dieser Satz sei ihr besonders ins Auge gestochen, sagte Elsbeth Schneider vor der Präsentation.

Multifunktionale Nutzung

Das Siegerprojekt aus Aarau hatte zwar starke Konkurrenz, setzte sich aber einstimmig durch. «Alle fünf uns vorgestellten Ideen hatten ihre eigenen Stärken, die jeden einzeln von uns individuell beeindruckten.» Schliesslich traf das Konzept von Andreas Marti am besten die Bedürfnisse der Kirchgemeinde.

Die Anforderungen an die Architekten waren hoch. Zum einen galt es, die Geschichte der Kirche zu erhalten, zum anderen sollte sie ein neues Gesicht erhalten, welches es zukünftig ermöglicht, die Kirche multifunktional zu nutzen.

Andreas Marti und seine Partner nahmen sich von Anfang an zum Ziel, den heutigen Kirchenraum aufzuwerten und den Innenraum für eine flexiblere Nutzung zu renovieren. «In unserer Planung stand von Anfang an fest, dass wir die einzelnen Räume, im speziellen den Chor und das Schiff, enger miteinander verbinden wollen.» Deshalb sei ihnen klar gewesen, dass die Decke der Kirche komplett erneuert werden soll. Andreas Marti führte weiter aus: «Das heutige Holz wird zu Gunsten eines von der aktuellen Decke losgelösten Deckenschilds verschwinden.»

Die Akustik erhalten

Auch die Marienkapelle wird räumlich gegen das Schiff erweitert; symmetrisch dazu ist die Spielecke für die Kinder angeordnet. Die Bewerber hatten die Aufgabe, erstmals eine Grobdarstellung ihres Projektes vorzulegen. Die Details werden ab der definitiven Entscheidung der Kirchgemeindeversammlung besprochen. Unter anderem steht der künftige Standort des grossen Kreuzes im vorderen Teil der Kirche noch nicht fest.

Andreas Marti bekam abschliessend die Aufgabe, die heute einzigartige Akustik zu erhalten. Dies ist ein schon heiss diskutiertes Thema in der Kirchgemeinde. Doch Elsbeth Schneider versuchte, die kritischen Stimmen zu besänftigen: «Für Emotionen ist es noch zu früh. Definitive Entscheide über solche Detailfragen werden erst später gefällt.»

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