Dietikon zeichnet die besten Lehrlinge aus

Sieben junge Menschen erhielten Diplome und Geldprämien aus dem Legat von Dr. Max Koenig – vergeben als Anerkennung für ihren besonderen beruflichen Einsatz.

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4 Bilder
Milena Stevic (20), Schuverkäuferin, Dietikon
Albulena Kura (19), Kauffrau, E-Profil, Schlieren
Michael Brunner (19), Detailhandelsangestellter, Dietikon

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Limmattaler Zeitung

Christian Murer

«Willkommen im Dietiker Stadtkeller», begrüsste Stadtpräsident Otto Müller vorgestern Mittwochabend die zahlreichen Gäste und wandte sich zu den erfolgreichen Lehrlingen: «Sie haben etwas erreicht - eine Ausbildung abgeschlossen - Sie dürfen alle stolz sein!»

Freude an der Arbeit

Verschiedenes müsse zu diesen guten Leistungen zusammenspielen, so der Einsatz, den Durchhaltewillen und die Freude an der Arbeit, betonte Müller. Er nannte die Eltern, welche im Hintergrund mithelfen, ermuntern und die Infrastruktur bieten. Ebenso führte er die Lehrmeister an, die stets mit Geduld den Inhalt und die Ausbildung vermitteln. «Bei Ihnen hat alles geklappt - das Zusammenspiel hat bestens funktioniert», fasste Otto Müller seine kurze Laudatio zusammen. Dann übergab er den erfolgreichen Jugendlichen das Diplom sowie das Kuvert mit dem Geldbetrag.

Die sieben Preisträger

Michael Brunner (Note 5,4), Katja Auor (5, 3), Albulena Kura (5,3), Pascal Andrea Meier (5,3), Oscar Serio (5,3), Milena Stevic (5,3) und Sybille Strebel (5,7)

Was ist das Legat Max König?

Maximillian König war Ingenieur, lebte in Zollikon und starb 1973. In seiner letztwilligen Verfügung machte er ein Vermächtnis mit einer Zweckbindung. In diesem so genannten Legat übergab er der Stadt Dietikon 100 000 Franken zur beruflichen Förderung Jugendlicher, insbesondere von Fachlehren. Gedacht ist der Preis für junge Erwachsene aus Dietikon oder Jugendliche, die in Dietikon eine Ausbildung absolvieren. Die Dietiker Finanzverwaltung ist für das Legat zuständig. Jedes Jahr wird der Zins ausgeschüttet. Gemeldet haben sich in diesem Jahr zehn Leute. Sieben Lehrlinge haben die Note 5,3 und mehr erreicht und erhielten eine Prämie.

Offen auf neue Aufgaben zugehen

Bevor die Ausgezeichneten die Preise aus den Händen von Urs Schreier, Mitglied der Geschäftsleitung von Koenig Feinstahl, und von Otto Müller erhielten, wandte sich der Stadtpräsident mit einigen Gedanken nochmals an die Preisträgerinnen und Preisträger: «Sie alle machten die Erfahrung, dass sich der Einsatz lohnt, auch wenn es schwierig wird, der Weg bergauf geht.» Sie alle hätten nicht gerade das Handtuch geworfen, hätten durchgebissen und durchgehalten. Müller ermunterte die Jungen, stets offen auf neue Aufgaben und Menschen zuzugehen. «Sie haben etwas erreicht, aber es geht weiter, je besser Sie ausgebildet sind, desto flexibler werden Sie in unserer künftigen Arbeitswelt sein», sagte Otto Müller abschliessend, bevor all die Anwesenden zum Apéro geladen waren.