Rotbuche

Dieser Baum soll Uitikon weiter erfreuen

Werner Schwehr: Der 80-jährige Baum prägt das Ortsbild – und soll deshalb bleiben. Fuoli Flavio

Werner Schwehr

Werner Schwehr: Der 80-jährige Baum prägt das Ortsbild – und soll deshalb bleiben. Fuoli Flavio

354 Leute, darunter zwanzig Auswärtige, wollen, dass sich der Gemeinderat für die Erhaltung des mächtigen Baums an der Zürcherstrasse einsetzt.

Flavio Fuoli

Mit dem Umbau der Waldeggkreuzung wird an der Zürcherstrasse eine separate Busspur geplant. Das Haus Zürcherstrasse 1 muss deshalb weichen. Werner Schwehr hatte 20 Jahre mit seiner Familie darin gewohnt. Auf Ende September muss er ausziehen. Die grosse, rund 80-jährige Rotbuche im Garten ist ihm in dieser Zeit ans Herz gewachsen. «Sie bedeutet ein prägendes Element im Ortsbild», ist er sich sicher. Der Baum soll seiner Meinung nach denn auch erhalten bleiben.

Ein vitaler Baum

Er wandte sich zunächst an den Gemeinderat, der ihm mit Werkvorstand und ETH-Revierförster Fredy Lienhard mit Rat und Tat zur Seite stand. Lienhard sei zu ihm in den Garten gekommen und habe erzählt, dass er den Baum gar nicht gekannt habe. Es sei ein vitaler Baum, gut erhalten. Lienhard wollte sich darum sorgen, dass die Versorgungsleitungen, die im neuen Trottoir verlegt werden sollen, auf der anderen Strassenseite geführt werden.

Trotzdem: Werner Schwehr dachte sich, eine breitere Basis für seine Herzensangelegenheit wäre nicht schlecht. Er lancierte am 4. September eine Petition, liess sie in alle Uitiker Haushalte verteilen und wartete auf Rückmeldungen. Und siehe da: Bis diesen Montagabend kamen 354 Unterschriften zusammen. Am Montag reichte er die Petition dem Gemeinderat vor dessen Sitzung ein. «Ich bin mit der Anzahl Unterschriften sehr zufrieden. Ich rechnete ungefähr mit 300. Obwohl die Petition nicht bindend ist, erhoffe ich mir doch etwas politischen Druck.»

Bus oder Baum? Beides möglich

Dass die Äste der Buche in die separat zu bauende Busspur hinein ragen glaubt er nicht. Es sei nämlich möglich, die beiden untersten, die auf die künftige Strasse hinausreichen, abzuschneiden. Ob sein Ansinnen klappen wird, weiss er noch nicht. Immerhin hat er erfahren, dass der Baum beim Abriss geschützt wird. ¨

Dieser erfolgt von der anderen Hausseite her. Das ist schon mal etwas. Sonst bleibt das Warten auf die weitere Planung und den nächsten Frühling, wenn die Strasse gebaut werden sollte. Werner Schwehr bleibt übrigens in Uitikon. Er hat an der Bergstrasse eine neue Bleibe gefunden.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1