SF bi de Lüt

Diese Ehre bedeutet viel Arbeit

«Büren kommt in den Genuss, am Sonntag, 9. August, Schauplatz von ‹SF bi de Lüt – Live› zu sein.» So ists im Internet auf der Homepage der Gemeinde nachzulesen. Zumindest die schweigende Mehrheit scheint sich ohne Einwand auf den Genuss zu freuen: Nur rund 25 Interessierte erschienen zum Informatiosabend im Rathaus.

Hans Peter Schläfli

Der «Märitplatz», umrahmt von den schmucken Häusern und dem mittelalterlichen Schloss, ist auch den Leuten des Schweizer Fernsehens SF aufgefallen. So wird am 9. August «SF bi de Lüt - Live» mit Moderator Nik Hartmann direkt aus Büren gesendet. «Das Fernsehen suchte Büren, nicht Büren das Fernsehen», erklärt Kathrin Berger, wie es zu diesem Grossanlass gekommen ist.

«Wir fühlten uns durch die Anfrage natürlich geehrt», sagt sie, die vom Gemeinderat zur Koordinations- und Ansprechperson für diesen Gross-anlass bestimmt worden ist. «Wir haben spontan zugesagt. In diesem Augenblick waren wir uns nicht ganz bewusst, wie viel Arbeit diese Ehre mit sich bringen wird. Die vielen Aufzeichnungen zu Bürens Besonderheiten, aber auch die Planung der Live-Sendung an sich, gaben viel zu tun.»

Büren zu zeigen, stolz zu sein auf das schöne Stedtli und Werbung für den Tourismus machen, zählt Kathrin Berger die Nutzen der Fernsehsendung für Büren auf.

Diskussionen wegen des Verkehrs

Dass sich «SF bi de Lüt - Live» terminlich mit dem «Ländtifescht» des Skiklubs überschneidet, bezeichnet auch Kathrin Berger als nicht ideal. «Es wäre vielleicht besser gewesen, wenn das Fernsehen nächstes Jahr gekommen wäre. Aber wir konnten es uns ja nicht aussuchen.»

Am Mittwoch, 5. August, werden die ersten Lastwagen des Fernsehens in Büren die Parkplätze belegen, und die letzten werden erst am Montag darauf das Stedtli wieder verlassen. Während der Hauptprobe und während der Live-Sendung werden zudem die Holzbrücke und die Hauptgasse für den Verkehr gesperrt.

Die meisten Bürer und Bürerinnen, die an den Informationsabend kamen, wollten zu diesem Thema über ihr ganz persönliches Problem reden: Den Fahrlehrer störte es, dass die Holzbrücke schon wieder und viel zu lange gesperrt sein wird. Die Wirtin ärgerts, dass man ihren Gästen immer Bussen aufbrummt, wenn sie in der «Blauen Zone» ein paar Minuten zu lang parken. Obwohl diese Grundsatzdiskussionen nichts mit einem Informationsabend über «SF bi de Lüt» zu tun haben, sondern in eine Gemeindeversammlung gehören, nahmen sie einen Grossteil der Zeit in Anspruch.

Gemeinderätin Berger zeigte Verständnis: «Heute ging es wirklich um die spezifischen Anliegen. Es ist ein Zufall, dass sich diese auf die Fragen des Individualverkehrs fokussierten. Ein paar machen vielleicht noch die Faust im Sack und melden sich nicht, aber die Mehrheit, die heute nicht erschienen ist, die freut sich auf die Fernsehsendung.»

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