Forschungsprojekt
Die Universität Oxford sucht Pinguinzähler

Die Universität in Oxford sucht Freiwillige, die auf Bildern Pinguine, Küken und Eier markieren. Das soll helfen, Pinguin-Kolonien besser beobachten zu können.

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Wieviele Pinguine sind auf diesem Bild? Diese Frage stellt sich auch auf penguinwatch.org

Wieviele Pinguine sind auf diesem Bild? Diese Frage stellt sich auch auf penguinwatch.org

Matthias Scharrer

Tierbilder sind im Internet sowieso der Renner - warum dann nicht mal Pinguine auf dem Bildschirm zählen? Die britische Universität Oxford und andere Organisationen sind für ihr Projekt "Penguin Watch" auf der Suche nach Freiwilligen, die auf Fotos per Mausklick Pinguine, Küken und Eier markieren. 50 Kameras nehmen die Bilder in der Antarktis und im Südpolarmeer auf.

Um die Pinguin-Kolonien gründlich zu beobachten, müssen die Wissenschaftler wissen, was darauf ist. Entsprechende Computerprogramme würden gerade entwickelt, heisst es auf der Website des Projekts - vorerst müssen Menschen zählen, bequem am eigenen PC.

Ziel ist es, den Einfluss des Klimawandels, der Fischerei und anderer Störungen durch die Menschen zu messen. Bislang fehlen dafür Daten, schreiben die Organisatoren. Liefern sollen sie die 50 Kameras, von denen jede pro Tag 8 bis 96 Bilder schiesst.

Die Initiative entstand im Rahmen des Projekts "Penguin Lifeline", das sich seit 2009 mit dem Schutz der Tiere beschäftigt. Auf die Aktion wies am Dienstag das Freiwilligendienst-Portal VoluNation.com. Wer interessiert ist, kann unter penguinwatch.org anfangen, Pinguine zu zählen.