Es ist die Legende von Aebawi und Haesindang aus einem Fischerdorf an der Ostküste Südkoreas. Aebawi, eine junge und ledige Frau, möchte am Meer Algen sammeln gehen. Ihr Geliebter Haesindang fährt sie also zu einem Felsen, der vor der Küste liegt.

Der Haesindang-Park liegt gleich neben dem Dorf Sinnam an der Ostküste Südkoreas.

Dort geschieht die Tragödie: Während Haesindang zurück zur Arbeit fährt, zieht ein Unwetter auf. Die junge Frau ist gefangen auf dem Felsen. Eine Rettung ist nicht möglich und Aebawi ertrinkt im Meer – sie stirbt unverheiratet und als Jungfrau.

Aebawis Tod hat für das ganze Fischerdorf grosse Folgen: Plötzlich beissen die Fische nicht mehr an, die Netze bleiben leer. Und die Fischer wissen auch, warum: Es ist die Rache der verstorbenen Jungfrau.

Als ein Fischer eines Tages seine Notdurft ins Wasser verrichtete und danach einen Fisch fing, glaubte er, der Anblick seiner Männlichkeit habe die tote Jungfrau erfreut.

Um sie zu besänftigen, opferten die Dorfbewohner ihr daraufhin zahlreiche Phallusstatuten und veranstalteten Zeremonien. Heute stehen in dem Park bei der oberhalb der Küste über fünfzig dieser Penis-Symbole aus Stein, Holz oder Metall.

Noch heute wird zu Ehren von Aebawi (nach ihr ist auch der Felsen benannt) alle zwei Jahre eine Zeremonie im Park abgehalten. Derzeit ist der Penis-Park aber besonders bei den Olympia-Touristen beliebt.