Die Teddybären warten schon

Im Januar 2008 war das Kinderheim Brugg ins Provisorium im ehemaligen Bezirksspital disloziert. Jetzt kehrt das Kinderheim zurück in seine neuen und erneuerten Häuser am Wildenrainweg.

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Die Teddybären warten schon

Die Teddybären warten schon

Louis Probst

«Die Teddybären und die Plüschtiere sind bereits da», sagt Helene Marbet von Moos, die stellvertretende Heimleiterin, auf einem Rundgang durch das Müller-Bircher-Haus und deutet auf zwei Riesenteddybären.

«Die Kinder der Wohngruppen, die künftig in diesem Haus wohnen werden, haben ihre Kuscheltiere am Vorabend in ihren künftigen Zimmern deponiert. Am Morgen sind die Kinder zu einem Ausflug aufgebrochen. Wenn sie am Abend zurückkehren, können sie bereits ihre neuen Zimmer beziehen.»

Generalstabsarbeit

Dafür besorgt, dass jedes der Kinder in ein eingerichtetes Zimmer zurückkehren kann, ist neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kinderheims eine grosse Schar Freiwilliger.

Dass der Umzug eines Kinderheims generalstabmässige Vorbereitungen erfordert – schliesslich muss ein nahtloser Betrieb gewährleistet sein –, zeigt sich spätestens am Morgenrapport des Zügelteams im grossen neuen Mehrzwecksaal. «Wir haben heute sieben Fahrzeuge im Einsatz», sagt Heimleiter Rolf von Moos.

«Wir haben diverse Häuser. Daher ist alles narrensicher angeschrieben worden. Zudem gibt es für jeden Raum einen Möblierungsplan.»

«Es läuft gut»

Während für die Küche im neuen Hauptgebäude das erste Grünzeug angeliefert wird, trudeln im Müller-Bircher-Haus die letzten – verspäteten – Handwerker ein. Und vor dem Haus fahren bereits die Kleintransporter vor. Das Entladen und Einräumen beginnt. Auch Bauleiter René Hasenfratz legt beim Transport eines Schrankes durchs enge Treppenhaus kräftig Hand an.

Heimleiter Rolf von Moos freut sich: «Der Bau ist zwar noch nicht ganz fertig. Und die Züglete eines Kinderheims ist schon etwas komplizierter als diejenige eines Einfamilienhauses. Es läuft aber gut. Und es ist lässig, dass wir so viele Helfer haben. Es zeigt sich jetzt auch, dass wir den richtigen Architekten und den richtigen Bauleiter gewählt haben.»

Auch Arthur Patrik, der Präsident der Stiftung Kinderheim Brugg, entgegnet auf die Frage nach der Befindlichkeit: «Es geht natürlich gut. Es ist alles schön geworden. Wir erhalten viele Komplimente. Die Bauleitung hat Grossartiges geleistet.»