Bern

Die SP hat im Rennen um den bernjurassischen Sitz die Nase vorn

Seit Sonntagmittag werden im Kanton Bern die Stimmen der kantonalen Wahlen ausgezählt. Gemäss einem ersten Trend des Forschungsinstituts gfs hat im Rennen um den garantierten Regierungsratssitz für den Berner Jura die SP die Nase vorn.

Der Jurasitz ist deshalb wichtig, weil er für die Bürgerlichen die wohl einfachste Möglichkeit wäre, die rot-grüne Regierungsmehrheit zu kippen. Bisher hielt SP-Mann Philippe Perrenoud den Sitz.

Sein schärfster Konkurrent, der Freisinnige Sylvain Astier, liegt laut gfs nun aber schon klar hinter Perrenoud zurück. Er habe nur noch geringe Wahlchancen.

Generell zeichnet sich laut gfs ab, dass nur etwa acht Kandidierende, alle Vertreter der grossen politischen Blöcke, reale Wahlchancen haben. Alle anderen Kandidaten dürften nicht ins Geschehen eingreifen können.

Insgesamt bewerben sich 16 Personen um die sieben Regierungsratssitze, darunter die sechs Bisherigen Barbara Egger (SP), Andreas Rickenbacher (SP), Philippe Perrenoud (SP), Bernhard Pulver (Grüne), Hans-Jürg Käser (FDP), und Christoph Neuhaus (SVP).

Finazdirektor Urs Gasche war nicht zur Wiederwahl angetreten. Er war seinerzeit für die SVP in den Regierungsrat gewählt worden, wechselte dann aber 2008 als einer der führenden Köpfe zur BDP. Um seinen Sitz liefern sich die beiden Parteien ein Prestigeduell.

Den Berner Wahlen kommt dieses Jahr eine grosse Bedeutung zu, denn von ihnen geht ein Signal für die eidgenössischen Wahlen 2011 aus. Endresultate für den Regierungsrat erwartet die Staatskanzlei ab 19 Uhr, für das Parlament gegen Mitternacht.

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