Niederbipp
Die Schaufel bald ansetzen

Nach einem zähflüssigen Projektverlauf hat die Niederbipper Stiftung Alterswohnungen Deckergasse das Baugesuch eingereicht: Die dritte Wohneinheit kostet 4,42 Millionen Franken und verfügt über eine Autoeinstellhalle.

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Alterswohnungen Jurablick

Alterswohnungen Jurablick

Berner Rundschau

Marisa Cordeiro

«Die Nachfrage nach Alterswohnungen ist gross», sagt Beat Hirschi, Heimleiter des Niederbipper «Jurablicks» und Sekretär der Stiftung Alterswohnungen Deckergasse. Auf einer seit 1996 geführten Warteliste würden heute 50 Einzelpersonen und 25 Ehepaare figurieren, was die Nachfrage beweise. Diese Liste war es denn auch, die die dritte Wohneinheit der Stiftung Alterswohnungen ins Rollen brachte.

Im Juni 2007 startete die Projektplanung, die dann aber zähflüssig verlief. Das Vorprojekt, das die beauftragte Arbeitsgemeinschaft (Arge) im Oktober 2007 der Baukommission vorlegte, umfasste 18 Wohnung, drei davon vom Typ Attika, inklusive Autoeinstellhalle mit 27 Parkplätzen. Im Parterre sollte zudem - betrieben durch die neue Spitex Bipp Plus - Betreutes Wohnen angeboten werden. Die Baukommission fand das 3,9 Millionen Franken-Projekt zu teuer und verlangte nach oberirdischen Parkplätzen. «Dies hat das Projekt massgeblich verzögert», sagt Fred Kellerhals, Stiftungs- und Burgerpräsident. Bis die zweite Variante vorlag, sei viel Zeit verstrichen, während dieser dieselben Leute ausgerechnet einen Sinneswandel durchlaufen hätten. Vergangenen Dezember habe der Gemeinderat schliesslich beschlossen, dass zum Projekt nun doch eine Einstellhalle gehöre. Wie es dazu kam, wisse er bis heute nicht, sagt Kellerhals.

Mit dem neu gewählten Gemeinderat sei das Projekt dann aber zügig vorangekommen, so dass der Bau des 4,42 Millionen Franken teuren Projekts inklusive Einstellhalle im Juli nun doch starten kann. Finanziert wird es von der Stiftung Alterswohnungen, die sich aus der Einwohner- und der Burgergemeinde zusammensetzt. Im Sommer sollten die Wohnungen dann bezugsbereit sein und à priori an Niederbipperinnen und Niederbipper vergeben werden, sagt Kellerhals.

Ein Wehrmutstropfen allerdings bleibt: «Schade, dass sich das Betreute Wohnen nicht realisieren lässt», findet Heimleiter Hirschi. Doch der Grund der Spitex - die strukturellen Veränderungen im Zuge der Neuorganisation - sei für ihn plausibel und verständlich.