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Die SBB, der Aargau und Zürich modernisieren den Bahnhof Niederweningen

Bis 2015 soll aus dem Bahnhof Niederweningen ein moderner Umsteigeknotenpunkt werden. «Das ist eine Herausforderung, denn der Bahnhof liegt auf der Kantonsgrenze», sagt die Niederweninger Gemeinderätin Sibylle Hauser.

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Bahnhof Niederweningen

Bahnhof Niederweningen

Dieter Minder

Im Jahre 2014 werden im Hauptbahnhof Zürich weitere Durchgangsgleise eröffnet. Danach wollen die SBB das Wehntal mit dreiteiligen statt wie heute zweiteiligen S-Bahnen bedienen. Deshalb müssen die Perrons verlängert werden. Im Endbahnhof Niederweningen sind umfangreiche Umgestaltungen nötig. Bis auf den vor 5 Jahren gebauten Migrolino soll alles erneuert werden. Die SBB werden separat die Gleise beziehungsweise Perrons umbauen.

Verkehr aus vielen Richtungen

Im Bereich des Bahnhofes beschreibt die Wehntalerstrasse (Kanton Zürich) beziehungsweise Surbtalstrasse (Kanton Aargau) eine leichte Linkskurve. Das Bahnhofareal an der Kurveninnenseite liegt leicht tiefer. Damit sind sowohl Zu- als auch Wegfahrt nicht ganz unproblematisch. «Oberstes Ziel der Planer ist es, einen sicheren und komfortablen Bahnhof zu erstellen», teilt Stephan Knobel, Gemeindeschreiber von Niederweningen, mit. Für die Postautos sollen ebenfalls neue Perrons angelegt werden. Niederweningen wird von den Postautolinien nach Baden, Endingen und Kaiserstuhl bedient. Der Bahnhof ist ein wichtiger Umsteigeknoten im öffentlichen und privaten Verkehr des Surbtales, des Wehntales und Studenlandes.

Mit dem Kreisel koordinieren

Der Kanton Zürich beabsichtigt, die Wehntalstrasse zwischen der Kantonsgrenze und dem Ortseingang zu sanieren. «Diese Arbeiten sollen mit dem Bau des Kreisels in Schneisingen abgestimmt werden», sagt Hauser. Sie hofft, dass die Fussgänger aus den Quartieren Murzelen Binz und aus Schneisingen einen hindernisfreien Zugang zum Bahnhof erhalten. Sie sind gezwungen, die ungesicherte Kantonsstrasse zu überqueren. Der Fussgängerstreifen wurde schon vor Jahren entfernt. Am Ostrand des Bahnhofs gibt es zwar eine Unterführung, aber diese ist nicht rollstuhlgängig.

Kanton Zürich leitet Planung

Mit einer gemeinsamen Sitzung der Kantone Zürich und Aargau, der Postautobetriebe Zürich und Nordschweiz, der Kantonspolizei Zürich, der Gemeinden Niederweningen und Schneisingen sowie Vertretern des öffentlichen Verkehrs begann die Planung. Federführend ist der Kanton Zürich. Er wird auch den Hauptteil der Kosten übernehmen, der Kanton Aargau wird sich finanziell beteiligen. Der Kostenverteiler soll in einem Jahr vorliegen. Danach sind die Bewilligungsverfahren eingeleitet und 2014/15 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Von der einst bedeutenden Güterstation Niederweningen ist fast nichts mehr übrig geblieben. Der Bahnhof dient nur noch dem Zuckerrübenverlad für die Bauern der Umgebung. Er ist einer derjenigen mit fix montierter Rübenmaus. So heisst im Fachjargon die Verladeeinrichtung. Diese soll auch nach dem Umbau des Bahnhofs in Betrieb bleiben.

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