Reuss
Die Reuss wird immer sauberer

Seit 1974 untersuchen die Kantone Aargau, Luzern und Zug gemeinsam die Wasserqualität der Reuss. Die Ergebnisse zeigen: In den vergangenen 36 Jahren ist der beliebte Badefluss immer sauberer geworden.

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Reuss wird immer sauberer
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Reuss wird immer sauberer

Aargauer Zeitung

Fabian Hägler

An heissen Sommertagen, die es momentan gleich in Serie gibt, kühlen sich viele Badegäste in der Reuss ab. Und die Wasserratten im Fluss dürfen sich freuen: «Fast alles im grünen Bereich», hält der aktuelle Reussbericht zur Wasserqualität fest.

Grundsätzlich sei die Reuss im Mittelland, das heisst zwischen Luzern und der Mündung in die Aare bei Gebenstorf, heute sauber. Für den Bericht werden in der Reuss selber und in zahlreichen Nebenbächen die Wasserwerte gemessen. Erfasst werden unter anderem die Konzentrationen von Phosphat, Ammonium, Nitrit, Nitrat oder gelöstem organischem Kohlenstoff.

Bessere Wasserqualität durch Kläranlagen

Der aktuelle Reussbericht, der im Juni von den drei Kantonen Aargau, Luzern und Zug gemeinsam herausgegeben wurde, umfasst die Jahre 2004 bis 2008. Fazit: Seit den ersten Messungen im Jahr 1974 wird die Reuss immer sauberer.

«Der ständige Ausbau der Siedlungsentwässerung und der Kläranlagen hat zu grossen Verbesserungen geführt», hält Thomas Joller, Dienststellenleiter Umwelt und Energie im Kanton Luzern, fest.

Zwischen dem Ausfluss aus dem Vierwaldstättersee in Luzern und der Mündung in die Aare bei Gebenstorf leiten 33 Kläranlagen gereinigtes Abwasser in die Reuss ein. Dank effizienter Reinigungsleistung der Anlagen ist die Wasserqualität des Flusses heute gut.

Jonenbach erst «mässig»

Im Aargau besteht heute einzig beim Jonenbach noch Handlungsbedarf. Grund: die erhöhte Belastung des relativ kleinen Bachs durch das eingeleitete
Abwasser aus Kläranlagen.

Die Lorze, die bei Maschwanden in die Reuss fliest, weist laut Bericht «eine hohe Hintergrundbelastung durch den nährstoffreichen Zugersee auf».
Noch vor 15 Jahren war die Reuss deutlich dreckiger. In Rottenschwil, das heute mit einem grünen Punkt für «gut» versehen ist, war die Wasserqualität «mässig» und gelb markiert. Grund waren fehlende Kläranlagen.

So wurde das Abwasser von Sins und Umgebung bis 1985 noch ungeklärt in die Reuss eingeleitet, wie der langjährige Klärwärter Klaus Bühlmann bei der Einweihung der für 3,7 Mio. Franken modernisierten Kläranlage vor einem Monat erzählte.

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