Die Oberrohrdorfer Grabschänder waren zwei siebenjährige Buben

Die Grabschänder waren zwei achtjährige Buben

Die Grabschänder waren zwei achtjährige Buben

Die jungen Vandalen haben vor einer Woche auf dem Friedhof Oberrohrdorf einen regelrechten Saubannerzug veranstaltet. Gemeindeammann Daniel Hug ist erschüttert:«Das ist kein Lausbubenstreich mehr. Wer einen Friedhof schändet, hat keinen Verstand.»

Maja Sommerhalder

Die Grabschänder von Oberrohrdorf sind gefasst. Kaum zu glauben: Es waren zwei gerade mal siebenjährige Buben, die vor einer Woche den Friedhof der Gemeinde verwüsteten. Das bestätigte Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau gegenüber der Aargauer Zeitung. Mehr ist von ihm nicht zu erfahren, da die Befragungen noch nicht abgeschlossen sind.

Vor einer Woche hatten Vandalen auf dem Friedhof Oberrohrdorf Holzkreuze ausgerissen und den Grabschmuck zertreten. Mehrere Betroffene reichten darauf Strafanzeige ein. Einer erfuhr gestern von der Regionalpolizei Rohrdorferberg-Reusstal, dass die zwei Buben offenbar in der Nähe des Friedhofes wohnen und von alleinerziehendenden Müttern betreut werden. Es seien Schweizer Namen, wie ihm zudem mitgeteilt wurde. Heute würden die Buben nochmals von der Polizei befragt werden. Da sie noch nicht volljährig sind, will der Betroffene die Strafanzeige fallen lassen.

Die zwei Buben hatten einen regelrechten Saubannerzug auf dem Friedhof veranstaltet und Blumentöpfe und Porzellanfiguren zerschlagen und Grabkerzen zertreten. Dabei hatten sie nicht nur die ersten Grabreihen verwüstet, sondern sich auch noch Zeit für die hinteren Reihen genommen. «Einzig die Familiengräber, die nahe an der beleuchteten Strasse liegen, hatten sie verschont», sagte Manfred Lauper in dieser Zeitung vom 5. März. Der Friedhofsgärtner, der seit 25 Jahren in Oberrohrdorf arbeitet, hatte so etwas noch nie erlebt.

Erschüttert war auch Gemeindeammann Daniel Hug: «Das ist kein Lausbubenstreich mehr. Wer einen Friedhof schändet, hat keinen Verstand.» Die Gemeinde hatte eine Belohnung von 2000 Franken ausgesetzt. Gestern Abend wusste der Gemeindeammann Hug jedoch noch nicht, dass die jungen Friedhofschänder gefasst worden waren.

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