Arbeiten bei der Rotondohütte
Die neue Terrasse steht

Bei Erstellung der Wasserversorgung für die Rotondohütte wird diese Woche die Druckleitung verlegt. Auch die Finanzierung des 1,4-Millionen-Projekts ist nach einem Weckruf auf gutem Weg.

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Aargauer Zeitung

Andreas Tschopp

Die Arbeiten zum Bau der neuen Energie- und Wasserversorgung zur Rotondohütte des SAC Lägern ob Realp UR wurden infolge Schneelage mit einer Verzögerung von rund drei Wochen aufgenommen. Statt wie geplant am 10. August konnte das beauftragte Spezialbauunternehmen aus dem Berner Oberland erst am 1. September mit den Aushubarbeiten für die Druckleitung starten. Dieser Aushub mit diversen Sprengungen konnte nach Auskunft von Projektleiter Andreas Oppliger Ende vergangener Woche abgeschlossen werden. Auch der Turbinenschacht ist gesetzt und die Wasserfassung mit Umleitung des Baches vom Witenwasserngletscher bereits betoniert worden.

Flugverschiebung wegen Medwedew

Für heute Dienstag ist vorgesehen, die Druckleitung in den vorbereiteten Graben/Felskanal einzulegen. Der Antransport der beiden 170 und 100 Meter langen Teilstücke soll mit dem Helikopter erfolgen. Die Leitung wird senkrecht hängend mit dem Heli eingeflogen, in den Graben gelegt und dann teilweise einbetoniert. Ob die spektakuläre Aktion wirklich heute stattfinden kann, sei wegen des beim Besuch des russischen Präsidenten Medwedew am Suworow-Denkmal in der Schöllenenschlucht verhängten Flugverbots eher unwahrscheinlich, meint Oppliger. Es werde dann halt am Mittwoch geflogen. An-schliessend wird der Rest der Leitung mit dem an Seilen hängenden Menzi-Muck mit Lockermaterial eingedeckt.

Club-Mitglieder sind grosszügig

Ende dieser Woche sollten laut Oppliger die Arbeiten an der Druckleitung abgeschlossen sein. Weiter wird dann die Hängeleitung hinauf zur Hütte erstellt. Der Projektleiter geht davon aus, dass die Systeme (Elektro- und Wasserversorgung) so gegen Ende Oktober offiziell in Betrieb genommen werden können. Die Bauarbeiten an der neuen Terrasse mit im Fuss integriertem Wassertank konnten bereits Ende August abgeschlossen werden. Noch ein Wort zur Finanzierung des 1,4-Millionen-Projekts: Diese stand im Sommer auf wackligen Füssen. Nach einem bewusst erlassenen Hilferuf des Leiters der Finanzkommission gingen die erhofften Darlehen und Spenden der Club-Mitglieder doch recht zahlreich ein. Die Beiträge von Gemeinden blieben unter den Erwartungen. Im November sollte dann auch der Beitrag aus der SAC-Zentralkasse fliessen.

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