Mega 09

«Die Mega ist zur Marke geworden»

«Freue mich, dass es nun endlich losgeht mit der Mega 09.» Lieni Füglistaller vor seiner fünften Mega als OK-Präsident (dno)

Lieni Füglistaller

«Freue mich, dass es nun endlich losgeht mit der Mega 09.» Lieni Füglistaller vor seiner fünften Mega als OK-Präsident (dno)

Am Donnerstag öffnet die Gewerbeausstellung Mutschellen (Mega) ihre Tore. Kurz vor der Eröffnung steigt auch bei OK-Präsident Lieni Füglistaller die Anspannung spürbar. Die AZ Freiamt fühlte ihm kurz vor der Eröffnung den Puls.

Dino Nodari

Um 16 Uhr eröffnet Lieni Füglistaller gemeinsam mit Bundesrat Ueli Maurer die siebente Auflage der Mega. Während vier Tagen wird die grösste Gewerbeausstellung der Region auf dem Areal der Kreisschule Mutschellen die grosse Vielfalt des hiesigen Gewerbes zeigen. Es ist die fünfte Mutscheller Gewerbeausstellung, bei der Lieni Füglistaller als OK-Präsident amtet.

Die Mega 09 findet während einer Wirtschaftskrise statt. Gab es Bedenken, gerade in dieser Zeit eine Leistungsschau des Gewerbes durchzuführen?
Lieni Füglistaller: Nein, Bedenken gab es keine. Aber es brauchte ein zusätzliches Engagement. Die Aussteller wissen aber, dass wir einen professionell und gut organisierten Anlass auf die Beine stellen. In Sachen Gewerbeausstellung haben die bisherigen Megas im Aargau Trends gesetzt. Die Mega ist zur Marke geworden. Darum haben wir heuer auch auf ein Motto verzichtet.

Was meinen Sie mit einem zusätzlichen Engagement?
Füglistaller: Gerade in Zeiten der Krise gibt sich der Gewerbler nochmals mehr Mühe. Zudem handeln die Gewerbetreibenden auch antizyklisch, jetzt geht es eben darum, ein positives Signal nach aussen zu senden. Dieser positive Geist wird auch an der Ausstellung zu spüren sein.

Ist eine Gewerbeausstellung heute überhaupt noch zeitgemäss?
Füglistaller: Diese Frage haben wir uns zu Beginn auch gestellt. Ich bin jedoch überzeugt, dass solche Ausstellungen immer noch zeitgemäss sind. Die vier Tage bieten eine hervorragende Plattform, sich zu präsentieren. Zudem ist der einzelne Betrieb nicht stark, aber im Verein können wir etwas bewegen. Unsere Wirtschaft verdient es, wahrgenommen zu werden.

Gewerbeausstellungen sind für die Aussteller oft mit hohen Kosten verbunden. Worin liegt für die Aussteller der Nutzen bei der Mega?
Füglistaller: Nicht nur für die Aussteller sind die Kosten hoch, sondern auch für das OK. Daraus ergibt sich aber auch ein wirtschaftlicher Nutzen für die ganze Region. Die Mega löst etwa 1,5 Millionen Franken an Investitionen aus. Darüber hinaus gibt es auch für den Einzelnen einen Nutzen, er kann bestehende Kunden einladen und neue dazugewinnen. Die Betriebe können zeigen, was sie zu leisten in der Lage sind.

Die bisherigen Megas haben auch nachhaltig Wirkung gezeigt. Stichworte sind das Musical «Space
Dream» und der GP Mutschellen. Was wird von der Mega 09 bleiben?

Füglistaller: In Erinnerung soll vor allem die Vielfalt der Betriebe bleiben. Aber auch die Zusammenarbeit der Mutscheller Gemeinden. Wir wollen an dieser Mega die Zusammenarbeit der Gemeinden fördern und so die Region noch mehr zusammenschweissen.

Gleichzeitig mit der Mega 09 findet auch die Gewerbeausstellung in Niederwil statt. Wie konnte das passieren?
Füglistaller: Das war ein Zufall. Die beiden Schulanlagen standen zur gleichen Zeit zur Verfügung. Und nach den Entscheiden für den Zeitpunkt konnten beide nicht mehr zurück. Wir haben uns aber abgesprochen und uns auch gegenseitig zu den Eröffnungen eingeladen. Zudem kann man auch problemlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Niederwil und zurück - und das erst noch gratis.

Keine Angst vor der Konkurrenz?
Füglistaller: Es ist möglich, dass sich die beiden Gewerbeausstellungen nicht konkurrenzieren, sondern ergänzen. Zwischen den Organisationskomitees nehmen wir das als sportlichen Wettbewerb. Das finde ich positiv.

Am Donnerstagnachmittag beginnt die Mega. Worauf freuen Sie sich am meisten?
Füglistaller: Am meisten freue ich mich auf die Eröffnung, weil es dann endlich losgeht. Dass sogar ein Bundesrat mit dabei ist, ist nicht selbstverständlich. Und dann freue ich mich natürlich auch auf das Volksfest und auf das Lehrstellenpodium, für das ich mich stark engagiert habe.

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