Fritz Thut

Die jüngste Umfrage des Kantons bei den Kunden des öffentlichen Verkehrs zeigt: Der RBL liegt unter dem Durchschnitt. Die Zufriedenheit können aber nicht nur die entsprechenden Transportfirmen und die Besteller (Bund und vor allem Kanton) beeinflussen, sondern auch die Gemeinden.

Sie sind explizit für die Bereitstellung der Haltestelleninfrastruktur und die Sauberkeit der Haltestellen zuständig. Wer beim Warten auf einen (vielleicht sogar verspäteten) Bus Wind und Wetter ausgesetzt ist oder keine Sitzgelegenheit vorfindet, kreidet diesen Missstand dem ganzen Betrieb an.

Die Note des RBL bei der Haltestelleninfrastruktur erreicht mit 60 Punkten noch knapp ein «Zufriedenstellend». «Wieso schneiden wir hier schlechter ab als der Rest des Kantons?», fragt sich RBL-Geschäftsführer René Bossard – und kennt selbst die Antwort bestens.

Problem im Zentrum

Während in den allermeisten Dörfern tolerable Lösungen gefunden wurden, liegt hier das Übel in der Mitte. «Die nackte Katastrophe», braucht Bossard einen deutlichen Ausdruck, wenn er den Zustand beim Bahnhof Lenzburg beschreibt. Während der Stosszeiten warten und drängen sich hier Hunderte von Passagieren auf engstem Raum, was zu gefährlichen Situationen führt. Und aktuelle Informationen gibt es auch keine.

Dass hier etwas passieren muss, ist längst erkannt. Bossard erinnert sich, dass der Bahnhofplatz Lenzburg schon vor über 20 Jahren, als er noch beim Kanton arbeitete, ein Thema war. Inzwischen ist man der Lösung so nahe wie noch nie.

Die Stadt hat die Neugestaltung beschlossen; ein Gestaltungswettbewerb läuft. Die Komplexität ist gross. Auch wenn sich für den Bus-Terminal bereits eine annehmbare Lösung klar abzeichnet, gibt es noch viele Detailprobleme zu beachten und beackern. Doch schon im nächsten Jahr soll der Baubeginn erfolgen. Seite 38