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Die Klinik Im Hasel braucht Platz

An der Sommergmeind im Juni werden die Gontenschwiler Stimmbürger über zwei Bauzonenänderungen abstimmen. Eine betrifft das Gebiet Äbnet, die andere die Klinik Im Hasel.

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Die Klinik Im Hasel braucht Platz

Die Klinik Im Hasel braucht Platz

Die Suchtklinik Im Hasel wurde im Jahr 1973 zur stationären Behandlung suchtkranker Menschen eröffnet. Heute ist die Klinik ein Akutspital im Bereich Psychiatrie mit einem Leistungsauftrag in der Spezialversorgung von Suchtkranken. Sie wird mit öffentlichen Geldern subventioniert. Die Klinik hat heute 42 Betten, die optimal ausgelastet sind. Ab 2015 rechnet der Kanton im Hasel mit einem Bedarf an 45 Betten. Heute besteht aufgrund des Alters der Bauten und wegen der hohen Auslastung die Notwendigkeit, zu sanieren und die Raumstruktur den Bedürfnissen anzupassen.

Eine Sonderzone ausscheiden

Die Klinik Im Hasel liegt in der Landwirtschaftszone auf Gontenschwiler Boden. Damit die nötige und geplante Erweiterung der Klinik Im Hasel realisiert werden kann, ist die Ausscheidung einer Spezialzone gemäss Raumplanungsgesetz notwendig. Dies, weil heute weder ein Ausbau noch eine Erweiterung Klinik in der Landwirtschaftszone möglich sind. Innerhalb der geplanten Einzonung sind nur in einem genau bestimmten Bereich Hochbauten möglich. Der Rest ist für Kleinbauten, Anlagen, Spiel- und Erholungsflächen vorgesehen. Die gesamte Fläche der Spezialzone misst 2,07 Hektaren.

Eine Sonderzone wie die Zone «Hasel» ist ausschliesslich für Betriebe gedacht, die im öffentlichen Interesse agieren. Der Gesetzgeber denkt dabei vor allem an Kliniken, Heimstätten, wie auch Kinder- oder Studienheime. Ebenso ist die Wohnnutzung innerhalb dieser Zone lediglich für das Personal, welches an den Standort gebunden ist, möglich.

Der Kanton hat die Teilzonenänderung und die Schaffung der Spezialzone «Hasel» geprüft und stimmt dem Vorhaben zu.

Den Äbnet arrondieren

Die Gemeinde Gontenschwil hat im Äbnet im Westen, etwas oberhalb des lang gezogenen Dorfes, ein Stück Zone für öffentliche Bauten: Lediglich das Wasserreservoir «Reistel» steht auf diesem Land, rund 2800 Quadratmeter sind nicht bebaut. Jetzt will die Behörde das Baugebiet Äbnet arrondieren und die beiden Parzellen südlich und nördlich des Reservoirs neu zur Wohnbauzone schlagen. Der oberste Abschnitt der Bergstrasse, rund 900 Quadratmeter Fläche, soll zur Zonenrandstrasse umgezont werden.

Die Behörde schlägt vor, nicht mehr benötigtes Land der Wohnbauzone zuzuweisen. Das Departement Bau Verkehr und Umwelt hat die Vorlage geprüft und als «rechtmässig» befunden. Die Vorlage stimmt mit dem kantonalen Richtplan überein und kann folglich von dem Gemeinderat zur Abstimmung gebracht werden. (psi)