Huttwil
Die Klienten sollen gar nichts merken

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Spitex

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Berner Rundschau

Jürg Rettenmund

Es war nur noch eine Formsache: Auf der Nyffenegg bei Huttwil fand die Gründungsversammlung der Spitex Oberes Langetental statt. Doch zu sagen hatten die meisten der anwesenden Spitex-Vorstände und -Mitarbeitenden sowie die Gemeindevertreter an diesem Abend nichts. Die Stimmkraft lag allein bei je einem Vertreter der vier Organisationen, die den Fusionsvertrag und die Statuten genehmigten sowie den ersten Vorstand wählten.

Diese Personalia war das eigentlich neue, wurden doch die Namen bisher unter Verschluss gehalten. Erste Präsidentin wird Brigitte Jordi, Gemeinderätin aus Wyssachen und Präsidentin der Spitex Wyssachen/Eriswil. Weiter gehören dem Vorstand an: Jo Steinmann (Präsident Spitex Huttwil), Barbara Heiniger (Wyssachen), Daniel Schärer (Huttwil), Fritz Steiner (Ursenbach) und Andreas Christen (Rohrbach).

Sitz in Huttwil

Der neue Vorstand sei nach fachlichen Qualifikationen zusammengesetzt, erklärte Projektleiter Markus Kopp, deshalb garantiere er auch für die nötige Professionalität. Immerhin habe er ein Unternehmen mit 30 Stellen, aufgeteilt auf 80 Angestellte, zu leiten. Die als Verein mit Sitz in Huttwil organisierte regionale Spitex übernimmt per 1. Januar 2010 die Arbeit der heutigen Spitex-Organisationen Wyssachen/Eriswil, Huttwil, Rohrbach und Umgebung sowie Ursenbach/Oeschenbach.

Das wichtigste Ziel sei, dass die Klienten von diesem Wechsel überhaupt nichts spüren würden, erklärte Kopp. Er soll neue Angebote und mehr Effizienz in der Administration möglich machen.

Die Spitex Oberes Langetental übernimmt die Mitarbeitenden der bisherigen Organisationen. Die Leitung wird neu ausgeschrieben. An der Hauptversammlung der Spitex Rohrbach und Umgebung hatte Rohrbach die Fusion abgelehnt. Ob die Gemeinde die Spitex-Dienste trotzdem bei der neuen Organisation bezieht, hat der Gemeinderat gemäss Gemeindepräsident Peter Flückiger (Forum Rohrbach) noch nicht entschieden.