Edgar Zimmermann

Die «IBZ Schulen für Technik Informatik Wirtschaft», so der Name, ist eine eidgenössisch anerkannte Höhere Fachschule. Auf den 1.November 2007 war die IBZ zusammen mit der Zuger Techniker- und Informatikschule («zti») in die Holding der «Basler Bildungsgruppe» eingegliedert worden, dies im Zuge der Nachfolgeregelung für die bisherigen IBZ-Inhaber Hans-Peter und Stéphanie Ruggli, die auch die operative Leitung innehatten. Letztere wurde in der Folge von Urs Wild übernommen, der seit 1974 als Dozent unterrichtet hatte und seit 1988 vollamtlich zum IBZ-Kader gehörte. Bei der Basler Bildungsgruppe handelt es sich um einen Verbund von Privatschulen im Raum Nordwestschweiz im Ausbildungsbereich Sprachen, Handel, Management, Gesundheit.

Die IBZ und die ihr unterstellte zti», welche Angebot und Produkte der Brugger IBZ übernahm, blieb eigenständig. Hans-Peter Ruggli fungierte weiterhin als Präsident des Verwaltungsrates. Allerdings hat die Basler Holding gewisse Synergiemassnahmen veranlasst; so wurde das Rechnungswesen nach Basel verlegt. Auch der neuerliche Beschluss, den IBZ-Sitz von Brugg nach Aarau zu verlegen, wurde von den Verantwortlichen in Basel gefällt. In einem Gespräch mit der AZ verhehlten Urs Wild wie auch Hans-Peter Ruggli nicht, dass sie wie auch die rund 16 Mitarbeitenden der Verwaltung gerne in Brugg, im Jost-Bürogebäude, geblieben wären, wo auf drei Geschossen ausgezeichnete Arbeitsplatzverhältnisse und eine optimale Infrastruktur bestehen.

Zudem ist die Schule in der Region Brugg seit Jahrzehnten verwurzelt und als erfolgreiche Institution auch von der Bevölkerung geschätzt. Der Brugger Stadtrat hatte sich denn auch um einen Verbleib bemüht, aber ohne Erfolg.
Die IBZ-Schulen bieten ihre Kurse an 9 Standorten in der Deutschschweiz an. Brugg selber ist seit Jahren kein Ausbildungsort mehr.

Verlegung an einen Schulort

Der Standort im Wildischachen ist vom öffentlichen Verkehr schlecht erschlossen, vor allem auch an Samstagen, einem Haupt-Kurstag. Dafür wurde Aarau als neuer Ausbildungsstandort aufgebaut, dies mit grossem Erfolg: Diese Schule zählt heute am zweitmeisten Studierende und folgt gleich nach Zürich. Von der Alten Kantonsschule können an den Kurstagen 15 bis 20 Schulzimmer belegt werden; bis zu 25 Klassen werden in Aarau geführt, hinzu kommt die Lehrlingsausbildung zum Informatiker.

Die Basler Holding-Leitung erachtete es als sinnvoll, den Hauptsitz der IBZ/«zti» nun zu einem Schulstandort zu verlegen, um damit Schule und Verwaltung näher zusammenzubringen. Die für alle Schulstandorte zentrale Lage von Aarau gab den Ausschlag für diese Wahl.

Im Juni erfolgt der Umzug in die Liegenschaft Tellistrasse 4, ins ehemalige «Hänigebäude», eine ehemalige Schuhfabrik. Der Umbau ist im Gang. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Brugger Zentrale können ihren Arbeitsplatz behalten, es erfolgt kein Abbau, im Gegenteil: Es muss eher an eine Aufstockung gedacht werden.

Ausgezeichnete Entwicklung

Denn die IBZ erlebt eine höchst erfreuliche Entwicklung. «Es geht uns blendend», so Direktor Urs Wild zur AZ. Das Renommee ist schweizweit ausgezeichnet, die Qualität der Ausbildung zahlt sich aus. Die Zahl der Absolventen klettert Jahr um Jahr in die Höhe.

Heute werden um die 3500 Studierende von gegen 500 Dozenten unterrichtet, die IBZ ist zur grössten Höheren Fachschule für Technik im Land avanciert. Die Schule in Zürich ist so stark ausgelastet, dass dieses Jahr in Winterthur ein neuer Schulstandort eröffnet wird. Die Zuger «zti» verzeichnet unter Leitung von Priska Knaus ebenfalls ein imposantes Wachstum.

Doch auch das Ausbildungsangebot wird ausgeweitet durch einen Ausbildungsgang Logistik mit Zweistufenkonzept. Dass die Schulleitung stark gefordert ist, hängt aber auch mit einem neuen Gesetz zusammen, welches ein neues Anerkennungsverfahren für alle Höhern Fachschulen mit dem Ziel einer weitern Qualitätssteigerung reglementiert.

Bei der Übernahme der IBZ durch die «Basler Bildungsgruppe» im Jahr 2007 zeigte sich Hans-Peter Ruggli überzeugt, dass der Hauptsitz auch künftig in Brugg bleiben wird. Die AZ schrieb gestützt darauf: «Über diese Aussicht darf sich Brugg freuen. IBZ könnte somit auch das Kürzel sein von: In Brugg zuhause.» Die Hoffnung währte kurz. «Auch mir tut der Wegzug weh», so Ruggli zur AZ.