Magden
Die Gemeinde Magden stärkt die Jugendarbeit

Die Jugendarbeit in der Gemeinde Magden gewinnt an Qualität, setzt auf vielfältige Aktivitäten, um junge Menschen ins gesellschaftliche Leben einzubinden und an Verantwortungen heranzuführen. Der Jugendkeller unter dem Gemeindesaal spielt dabei eine zentrale Rolle.

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Jugendkeller wirkt magnetisch

Jugendkeller wirkt magnetisch

Peter Rombach

Verantwortliche Leiterin ist die 27-jährige Sozialarbeiterin Claudia Demont, die in Diensten des Rheinfelder Vereins Schjkk (Schüler-, Jugend- und Kinderkultur) steht, der im vergangenen Jahr mit der Gemeinde Magden, die Ressourcen nutzen möchte, einen Leistungsvertrag abgeschlossen hatte. Sie ist von ihrer Aufgabe begeistert, nimmt die «Magdener Herausforderung» gerne an. Ihr gelang es im vergangenen Jahr, zwanzig Jugendliche zu motivieren, die Räumlichkeiten von Grund auf zu renovieren.

Nun erstrahlen sie in frischen, frechen Farben; es gibt Sitzecken, Töggelikasten, Billardtisch, Beamer und natürlich eine leistungsfähige Musikanlage. Der Küchenteil lässt ebenfalls keine Wünsche offen. «Die Akzeptanz ist gross, samstags treffen sich hier bis zu dreissig Jugendliche», freut sich Claudia Demont und spricht von einer «guten Durchmischung»: Ein Drittel seien Mädchen, zwei Drittel Buben – meistens im Alter zwischen 12 und 22 Jahren. «Der Gedanke, Freizeit mit einer Gemeinschaft zu teilen, kommt gut an.»

Die Chefin des Jugendkellers schätzt es, wenn die jungen Leute sich als Teil eines Projektes fühlen, sich entsprechend engagieren und dabei ihre Aktivitäten letztlich kanalisieren. «Es ist auch wichtig, Ideen zu entwickeln, organisatorische wie handwerkliche Fähigkeiten zu erkennen.» Teamarbeit zu fördern, betrachtet Claudia Demont als wichtige Aufgabe. Der geplante Mitwirkungstag, der bereits intensiv vorbereitet werde, biete diesbezüglich gute Chancen. Und sie nennt noch andere Beispiele, die den jungen Leuten einiges abverlangen: Organisation des Apéros anlässlich 150 Jahre Frauenverein Magden, Barbetrieb am Bandcontest im Gemeindesaal, eventuell WM-Party im Mai. Von der «hervorragenden, vertrauensvollen Zusammenarbeit» mit dem Gemeinderat und der Jugendkommission schwärmt Claudia Demont. Der Mitwirkungstag werde unterstützt, für die Realisierung eines Projekts stünden Gelder im laufenden Budget bereit. Eine Ideensammlung habe bereits stattgefunden.

Dass sich einige Favoriten herauskristallisierten, bestätigt Doris Salz, Projektleiterin Jugendmitwirkungstag. Ganz oben auf der Liste stehe der Wunsch, die Badi zu vergrössern und ein Sprungbrett zu installieren sowie ein Platz zum Chillen. Skaterpark mit Halfpipe, Kino mit aktuellen Filmen, Bike- und Seilpark seien ebenfalls angesprochen worden. Nun wolle das OK einige Gruppen bilden, um die Projektplanung voranzubringen. «Das bringt Impulse fürs Dorf», ist Doris Salz überzeugt und begrüsst die Zusammenarbeit zwischen Jugendlichen und Erwachsenen, um ein klar fixiertes Ziel gemeinsam zu erreichen.