Am 1. Januar 2010 ist es so weit: Die Fusion im Mettauertal ist Realität - und damit haben die Facharbeitsgruppen, welche den Zusammenschluss vorbereitet haben, ihren Job getan. Alle noch aktiven Facharbeitsgruppen werden dann aufgelöst. Die Facharbeitsgruppe Liegenschaften wird in eine Liegenschaftskommission der neuen Gemeinde Mettauertal umfunktioniert. Die Aufgaben dieser Kommission werden sich teilweise mit denjenigen der Facharbeitsgruppe decken; neue Anforderungen im Zusammenhang mit laufenden Mietverträgen, Unterhalt und Instandstellungen kommen hinzu.

Zeit für eine Bilanz, bevor die fünfköpfige Arbeitsgruppe Liegenschaft Geschichte ist: Was hat sie geleistet, seit sie voriges Jahr aktiv wurde? Das Resultat ihrer Arbeit lässt sich sehen. Für die meisten Gemeindeliegenschaften gibt es bereits eine Lösung. Nur für die Gemeindeverwaltung in Wil und für die Schulräume in Hottwil ist die nahe Zukunft noch nicht geklärt. Für den Kindergarten in Mettau gibt es eine potenzielle Mieterin (vgl. Übersicht rechts).

Ganz ohne weiteres ist dieses Resultat nicht zustande gekommen. Erste und oberste Priorität sei es gewesen, die einzelnen Objekte nach den Bedürfnissen der Bevölkerung und der neuen Gemeinde zu sortieren, sagt der Leiter der Arbeitsgruppe, Christoph Rutschmann aus Oberhofen. So war klar, dass jedem Dorfteil ein geeigneter Gemeindesaal erhalten bleiben sollte. Als Nächstes mussten die Zukunftsstrategien der neuen Gemeinde berücksichtigt werden. Es konnten keine Objekte zum Verkauf ausgeschrieben werden, die aus dieser Sicht noch gebraucht werden könnten. Für die verbleibenden Objekte wurden Wünsche definiert. Die ehemalige Gemeindekanzlei in Mettau soll beispielsweise der Zentrumsfunktion dieses Dorfteils dienen: Die Kanzlei wird nun der Spitex vermietet.

«Messlatte war hoch gesteckt»

Nach Abschluss dieser Arbeiten konnte die Arbeitsgruppe mit der Suche nach Käufern oder Mietern beginnen. «Es war uns von Anfang an bewusst, dass unsere Messlatte ziemlich hoch gesteckt war. Die verschiedenen Bedürfnisse abzudecken, die Zukunftsstrategien und die Zentrumsfunktion zu berücksichtigen und trotzdem den marktwirtschaftlichen Gedanken nicht zu verlieren, war eine Herausforderung», sagt Rutschmann. Peter Weber, Gemeindeammann der neuen Gemeinde Mettauertal, ist mit dem Stand der Dinge im Zusammenhang mit den nicht mehr benötigten Bauten sehr zufrieden, wie er gegenüber der AZ sagte. Es sei schon viel erreicht worden. (SH/nem/AZ)