Angelo Zambelli

Autofahrer, die gegen Abend das Surbtal hinunterfahren und entweder nach Bad Zurzach oder nach Döttingen gelangen wollen, fühlen sich momentan wie am Gotthard. Fahrzeug reiht sich an Fahrzeug. Die Kolonne reicht in den Stosszeiten vom Tegerfelder Kreisel bis nach Unterendingen und macht den Automobilisten den Nachhauseweg zur Qual. Es müssen Wartezeiten bis zu einer halben Stunde in Kauf genommen werden.

Der Verkehrsschlamassel ist auf Bauarbeiten an zwei weit auseinanderliegenden Baustellen zurückzuführen: Ausgangs Tegerfelden wird gegenwärtig die Kanalisation entlang der Zurzibergstrasse verlegt und der Verkehr mit einem Rotlicht geregelt. Ursache des Staus dürfte aber auch die Schliessung der Kaiserstuhler Rheinbrücke wegen des Baus eines Wärmeverbundes sein. Diese zwingt Automobilisten, die nach Deutschland gelangen wollen, den Rhein nicht mehr bei Kaiserstuhl zu überqueren, sondern bei Bad Zurzach. Weil sich in Tegerfelden die Fahrzeuge weit nach hinten stauen, sind auch diejenigen Automobilisten blockiert, die Richtung Döttingen fahren wollen.

Ein Trost bleibt den stressgeplagten Autofahrerinnen und Autofahrern: Voraussichtlich am Freitag, 1. Oktober, werden die Arbeiten bei der Kaiserstuhler Zollbrücke abgeschlossen sein. Bis dahin heisst es: Geduld bewahren - oder einen anderen, schnelleren Nachhauseweg suchen. (ZA)