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«Die ERO Richtung Osten vollenden»

«Die ERO ist doch keine fertige Lösung!», schimpft Kantonsrat Rolf Sommer (SVP, Olten). Es fehle der Anschluss von Dulliken zum Säli-Kreisel auf der Aarburgerstrasse. Seine Kritik stösst auch im Niederamt auf Zustimmung. Sommers Auftrag im Kantonsrat lanciert eine neue Verkehrsdiskussion.

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Solothurner Zeitung

Christian von Arx

Zwischen Rickenbach und Olten ist die ERO im Bau, 2013 soll die neue Strasse fertig werden. Aber auch wenn der Bau beendet ist, wird er eine halbe Sache sein - davon ist jedenfalls der Oltner Querkopf Rolf Sommer überzeugt. Kurzerhand hat er deshalb am letzten Mittwoch im Kantonsrat einen Auftrag eingereicht, der vom Regierungsrat nichts weniger als die «ERO-Vollendung und Erschliessung des Nieder- und Gösgeramtes zum Bahnhof Olten» fordert.

«Ja, das war meine Idee», gesteht Sommer auf Anfrage. Aber wenn selbst Stadtpräsident Ernst Zingg, mit dem Sommer schon fast gewohnheitsmässig auf Kriegsfuss steht, den Vorstoss unterzeichnet hat, lässt das aufhorchen. Auch Dullikens Gemeindepräsident Theophil Frey (CVP), der Vizepräsident der Finanzkommission Beat Loosli (FdP, Starrkirch-Wil) und die beiden Trimbacher CVP-Kantonsräte Claudio von Felten und Daniel Mackuth sind mit im Boot - nebst zehn Kollegen Sommers aus der SVP-Fraktion.

Der Wortlaut des Auftrags fordert die Prüfung einer «direkten» Strassenverbindung vom Dulliker Kreisel zum Oltner Industriequartier Hasli, von dort zum Bahnhof Olten und zum Säli-Kreisel bei der Einmündung der ERO in die Aarburgerstrasse. Ziel ist die Entlastung der bestehenden Kantonsstrasse von Dulliken über Starrkirch zum Oltner Postplatz. Schon heute sei die Aarburgerstrasse überlastet, führt Sommer ins Feld. Erst recht werde dies ab 2013 der Fall sein, wenn der Verkehr von der ERO auf den Säli-Kreisel geführt werde. Das Niederamt beidseits der Aare werde abgeschnürt.

«Es muss kein Tunnel sein»

«Das Baudepartement muss doch eine Lösung suchen», verwirft Rolf Sommer die Hände, «es braucht endlich eine Planung zur Weiterführung der ERO.» Ihm schwebt eine neue Strasse vor, die von Dulliken her das Hasli-Quartier erschliesst und beim ehemaligen Dampfhammer in die Gösgerstrasse einmündet. «Es muss nicht unbedingt ein Tunnel durch den Hardwald sein», fügt Sommer auf die schüchterne Frage nach den Kosten bei. Für die Querung der SBB-Linien denkt er an eine Überführung, wie sie in andern Städten gang und gäbe sei.

«Niederamt leer ausgegangen»

«Nur ein Torso» ist die ERO auch für Dullikens Gemeindepräsident Theophil Frey: «Die ERO ist keine Entlastung der Region Olten, höchstens eine Teilentlastung.» Frey möchte beim Kanton Druck machen, jetzt das Problem des Niederamts anzugehen: «Wir sind bei der ERO komplett leer ausgegangen, während das Gäu mit der Autobahn, der T5 und neu der ERO jetzt drei grosse Strassen hat.» Darum hat Frey Sommers Auftrag mitunterzeichnet.