Weiher

Die Enten können wassern

Neuer Weiher: Der Kurpark lädt nach anderthalb Jahren Bauerei wieder zum Verweilen. (Walter Schwager)

Weiher im Kurpark Baden

Neuer Weiher: Der Kurpark lädt nach anderthalb Jahren Bauerei wieder zum Verweilen. (Walter Schwager)

Am 28. Juni gibt es in der Stadt Baden wieder etwas zu feiern: den Abschluss der ersten Umsetzungsetappe des Idealplans für den Kurpark.

Roman Huber

Die Römer haben den Zeitplan der Arbeiten im Kurpark gehörig durcheinander gebracht. Die archäologischen Ausgrabungen im Bereich der Weiheranlage haben mehr Zeit in Anspruch genommen als erwartet, denn man stiess sehr rasch auf interessante Funde. Das besondere Fundstück ist ein römischer Brennofen, der auf gewerbliche Tätigkeiten in diesem Gebiet zur Römerzeit hindeutet.

Inzwischen ist die Fundstelle fein säuberlich wieder zugedeckt. Die neue Weiheranlage ist fertig erstellt und wird bald wieder die ersten Wassertiere anlocken. «Wir rechnen damit, dass Wildenten wieder wassern werden», sagt Stadtrat Kurt Wiederkehr. Vor anderthalb Jahren wurden die «Kurparkenten» an den Dättwiler Weiher ausgesiedelt. Ob man wieder stationäre Enten platzieren werde, sei derzeit noch offen, ebenso ob man wieder Fische aussetzen werde, fügte Wiederkehr an.

Neu mit Reinigungssystem

Die neue Weiheranlage ist mit einer Reinigungsanlage ausgestattet. Das gesamte Wasservolumen von 300 Kubikmetern wird damit stündlich umgewälzt. In Zukunft werden sich weder Algen noch Schlamm bilden können, wobei kein Einsatz von Chemikalien notwendig ist, um den Weiher einigermassen sauber zu halten.

Weitere Arbeiten dieser ersten Umsetzungsetappe des Idealplans Kurpark konzentrierten sich auf den Baum- und Gehölzbestand. Einiges wurde gerodet und erneuert, den Bereich des Känzelis und denjenigen entlang der Parkstrasse hat man so neu gestaltet, dass der Park nach aussen wieder durchlässiger erscheint, und dessen Rand geklärt. Geklärt wurden auch die Wegverbindungen, damit keine neuen Trampelpfade entstehen.

Beim Känzeli wurde massiv gerodet, sodass sich dieses wieder als Aussichtsplatz präsentiert. Neu ist die Beleuchtung. Bei der Neubepflanzung achtete man auf den bestehenden Artenreichtum. Wichtiger Punkt sind die Einzelgehölze, die je nach Jahreszeit im Park zur Geltung kommen sollen.

Etwas über Budget

Basis für die Massnahmen war der Idealplan, wie ihn das Büro Schweingruber Zulauf erstellt hatte. Die Gesamtkosten waren mit 1,875 Mio. Franken veranschlagt. Infolge der archäologischen Arbeiten entstanden Mehrkosten von rund 150 000 Franken. Die zweite Etappe, bei welcher der Schotterrasen saniert und die Anlage bis zur Römerstrasse erweitert werden soll, ist aus Kostengründen zurückgestellt worden. Sie wird mit dem Annexbau des Grand Casino koordiniert.

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