Bremgarten

Die Bremgarter Altstadt wird zu einer Baustelle

Stefano Righetti von der Bauverwaltung Bremgarten zeigt ramponierte, 103-jährige Wasserrohre der Antonigasse.sl

Stefan Righetti

Stefano Righetti von der Bauverwaltung Bremgarten zeigt ramponierte, 103-jährige Wasserrohre der Antonigasse.sl

In zehn Tagen - also nach Ostern - wird es in der engen Ober-Altstadt Bremgarten lärmig und noch enger. Nach einem ausgeklügelten Terminplan wird das umfangreiche Altstadt-Tiefbaupaket realisiert. 20 Monate dauern die Arbeiten.

Lukas Schumacher

Grosse Knacknuss für ein Dutzend Planer, Firmen und Gewerbebetriebe, für die Stadtbehörde und die Bauverwaltung der Stadt: Kann man das Altstadt-Grossprojekt aus Anwohnersicht einigermassen erträglich verwirklichen? «Ohne Einschränkungen geht es selbstverständlich nicht», teilte Stadtrat Rolf Meier am Informationsanlass im Casino mit, «aber alle Beteiligten geben ihr Bestes, damit sich die Immissionen in Grenzen halten werden.»

Etappenweise von A bis Z

So sieht das Konzept aus: Altstadtgassen und benachbarte Strassenabschnitte werden etappenweise von A bis Z erneuert. Das heisst, in einem Zug ersetzt man jeweils die alten Abwasser- und Wasserleitungen, legt Wärmeverbundrohre ein, installiert Hausanschlüsse, ergänzt das Stromnetz bringt Strassenkofferung, Randabschlüsse und Beläge in Ordnung. Während der Bauerei bleiben die jeweiligen Abschnitte für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Der Zugang zu den Altstadt-Liegenschaften indes ist jederzeit gewährleistet.

Ein genauer Zeit- und Bauplan gibt Auskunft über die insgesamt 15 Bauetappen. Nach Ostern geht die Bauerei gleichzeitig auf drei Teilstücken los: Auf dem ersten Abschnitt der Sternengasse, auf der Depotstrasse und auf dem ersten Abschnitt der Schlössligasse. 13 der 15 Etappen sollen bis Ende 2010 fertig gestellt sein. Die letzten zwei Etappen im Jahr 2011 gelten der Antonigasse.

Marktgasse bleibt unangetastet

Vor rund fünf Jahren wurde die Marktgasse, die wichtigste Verbindung in der Altstadt Bremgarten, neu gestaltet. Kostenpunkt: 2,8 Millionen Franken. Damals erneuerte man auch die dortigen Wasser- und Abwasserleitungen. Verständlicherweise hat sich der Stadtrat gegen neuerliche Grabarbeiten auf der unlängst erneuerten Marktgasse gewehrt. Daher bleibt die Marktgasse vom aktuellen Altstadt-Tiefbaupaket verschont. Die dortigen Liegenschaften werden rückseitig an den Wärmeverbund angeschlossen, über Leitungen in Parallelgassen. Das ist aufwändig, aber technisch absolut machbar.

Laut Stefano Righetti von der Bauverwaltung Bremgarten fanden Altstadthäuser mit Entwässerungsanschlüssen Richtung Ehgraben keine Aufnahme ins Tiefbaupaket. «Dies hätte den Rahmen des ohnehin umfangreichen Altstadtprojekts gesprengt», sagte Righetti. Weil viele dieser Anschlussleitungen aber in einem bedenklichen Zustand seien, käme man in den nächsten Jahren nicht um eine Sanierung herum.

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