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Die Bevölkerung kann mitwirken

Eine 18-Loch-Golfanlage bildet das Herzstück des geplanten Golfparks Herrenberg. Sie breitet sich um die Weiler Herrenberg, Berlimatt und Unter Schönenberg aus.

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Herrenberg

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Limmattaler Zeitung

Daniel von Känel

Eine Teiländerung der Nutzungsplanung Kulturland ist nötig, damit der Golfpark Herrenberg gebaut werden kann. Die Entwürfe dafür sowie der Planungs- und Umweltverträglichkeitsvorbericht können bis am 4. September auf der Gemeindekanzlei Bergdietikon eingesehen werden. Zudem läuft für dieses Projekt ein Mitwirkungsverfahren.

Läuft alles nach Plan, soll an der Frühlingsgemeindeversammlung über die Teiländerung abgestimmt werden, sagt Urs Auf der Maur, einer der Initianten des Golfparks Herrenberg. Falle der Entscheid positiv aus, plane man noch im 2010 die Baueingabe. «Ziel ist es, 2011 die Freigabe für den Bau zu erhalten», so Auf der Maur.

Viele Interessierte

Für ein Projekt dieser Tragweite sei man gut im Plan, sagt er. Es sei klar, dass bei diesen Dimensionen zahlreiche Verfahren nötig seien. Aber das Echo, das man bisher erhalten habe, sei sehr gross. «Es haben sich schon sehr viele Interessierte für eine Mitgliedschaft gemeldet», sagt Auf der Maur. Doch bis es so weit ist, dass konkret über Mitgliedschaften gesprochen werden kann, wird das Resultat der Gemeindeversammlung abgewartet. Zuerst wird die Bevölkerung über das Projekt informiert. Der Bergdietiker Gemeinderat lädt am Donnerstag zu einer Veranstaltung ein, an der die Verantwortlichen der Golfpark Herrenberg AG den Bergdietikerinnen und Bergdietiker das Vorhaben erläutern. Zudem gibt es eine offene Fragerunde.

Clubhaus beim Weiler Herrenberg

Ein 18-Loch-Turnierplatz bildet das Herzstück des geplanten Golfparks bei den Weilern Herrenberg, Berlimatt und Unter Schönenberg. Zudem sind eine 9-Loch-Pitch-&-Put-Kurzanlage und Trainingsanlagen mit Driving Range und Übungsgreens vorgesehen. Die Anlage soll auch ein Clubhaus beim Weiler Herrenberg mit öffentlichem Gastronomieangebot umfassen. Dort werden laut Initianten auch Nicht-Golfer «als gern gesehene Gäste willkommen sein».

Ein Naherholungsgebiet

Der Golfpark ist in eine weitläufige grüne Landschaft eingebettet. Sie dient vielen als Naherholungsgebiet. Die Initianten wollen dieser Tatsache Rechnung tragen. «Zwischen den einzelnen Bahnen gibt es viel freien Raum für Hochstammzonen, Magerwiesen, ausgedolte Bäche, Teiche, Trockenbiotope und renaturierte Waldrandflächen», schreiben sie im Projektbeschrieb.

Diese forderten einerseits die Golfspielenden als natürliche Hindernisse und böten andererseits auch Spaziergängern, Bikern, Reitern und Freizeitsportlern ein Naturerlebnis. Zudem gebe es unzählige ökologische Nischen für die Pflanzen- und die Tierwelt.

Nur ein Drittel ist Rasenfläche

Der Golfpark werde sich, so die Initianten, so weit als möglich an das ursprüngliche Landschaftsbild anlehnen. Nur ein Drittel der Fläche des gesamten Golfplatzes würde durch Rasenflächen bedeckt. Die im Rahmen des Golfparks vorgesehenen ökologischen Aufwertungsmassnahmen sollen eine möglichst gute Vernetzung der Lebensräume für Flora und Fauna sicherstellen. Ziel ist, dass ein in sich und mit der Umgebung vernetztes System um die Spielbahnen herum gebildet werde. Weiter beabsichtige die Golfpark Herrenberg AG auch, sich am Programm des Kantons Aargau im Bereich der ökologischen Aufwertung von Waldflächen zu beteiligen.

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