Gasthaus Löwen
Die Beiz wird zum Büro

Aus dem «Löwen» in Oberbuchsiten wird definitiv kein Restaurant mehr – obwohl der Zapfhahn bleibt. Der neue Besitzer richtet im altehrwürdigen Gasthaus Büros ein.

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Gasthaus Löwen Oberbuchsiten

Gasthaus Löwen Oberbuchsiten

Solothurner Zeitung

Myriam Sperisen

Das wars mit dem «Löwen» als herkömmlichem Restaurant in Oberbuchsiten. Der Wirt Stefan Jeker hörte Ende des letzten Jahres nach 30 Jahren auf (wir berichteten). Im Sommer verkaufte Jeker die Liegenschaft an den ortsansässigen Treuhänder Dietmar Rohrmann. Dieser ist daran, die Oberbuchsiter Filiale seines Teuhandgeschäftes (Hauptgeschäft in Zuchwil) in den «Löwen» zu verlegen.

Rohrmann führt mit dem Umbau Erstaunliches im Schilde. Wenn in einigen Wochen die Arbeiten beendet sind, soll hier zwischen Zapfhahn und Stammtisch der Treuhandbetrieb losgehen. Rohrmann dazu: «Gewisse Elemente bleiben erhalten, mir ist es wichtig, dass Altehrwürdiges erhalten bleibt», das Motto: «Arbeiten in einer Beiz», doch eben nicht am Zapfhahn, sondern daneben.

Schon jetzt arbeiten sporadisch ein paar Angestellte in der ehemaligen Gaststube des «Löwen», aber momentan sei es halt noch eine Baustelle, doch sie hätten eine grosse Erwartungshaltung bezüglich Ambiente. Rohrmann will «nichts Poppiges», nichts Schrilles im «Löwen». Die Parkettböden und die Einbauschränke gefielen ihm sofort, und die Beleuchtung bleibt auch gleich, einzig Feinheiten werden ausgebessert, sowie die WC-Anlagen vollständig renoviert.

Beim äusseren Erscheinungsbild muss sich der Bauherr an denkmalpflegerische Belange halten. «Die alten Holztüren müssen unbedingt erhalten bleiben», diese Meinung würde Rohrmann auch vertreten, wenn der Denkmalschutz nichts damit zu tun hätte.

Doch noch einkehren?

Seit Ende letzter Woche ist das Baugerüst am Hauptgebäude entfernt und das Nebengebäude ist fertig gestrichen. Es dient ansonsten als Präsentationsraum und als Sitzungszimmer. Der Gewölbekeller im Hauptgebäude kann ebenfalls für solches genutzt werden. Auch hierzu hat der umtriebige Treuhänder schon eine Idee: eventuell möchte er dort nächsten Sommer während ein paar Wochen ein Beizli betreiben. Er selbst ist Liebhaber von Tessiner Weinen und Grappa und möchte seinen Gästen etwas davon vermitteln. «Während sechs bis sieben Wochen im Sommer möchte ich dies mit ein paar Kollegen durchziehen, es muss aber ein Profikoch her», so der Treuhänder. Das sei aber zunächst lediglich eine Idee.

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