Aufsicht Reusstal

Die Aufsicht im Reusstal zeigt Wirkung

Erfolgreiche Aufklärung: Dank neuen Hinweistafeln bei der Rottenschwiler Brücke werden Wasservögel im Reusstal weniger gefüttert als früher.

Reusstal-Aufsicht

Erfolgreiche Aufklärung: Dank neuen Hinweistafeln bei der Rottenschwiler Brücke werden Wasservögel im Reusstal weniger gefüttert als früher.

Die intensivierte Aufsicht in den Naturschutzgebieten wirkt sich positiv aus. Dieses erfreuliche Fazit konnte die Stiftung Reusstal an ihrer Jahresversammlung ziehen. Zudem orientierte der Kanton Zug über ein Projekt in der Maschwander Allmend, direkt gegenüber von Mühlau.

Roger Wetli

Goran Dusey, Leiter Informationen und Aufsicht der Stiftung Reusstal, stellte vor zahlreichen Gästen im Kloster Frauenthal fest, dass im vergangenen Jahr die Anzeigen wegen Regelverstössen im Reusstal bemerkenswert zugenommen hätten.

Er relativierte diese Aussage aber gleich wieder: «Die Zahl der Anzeigen ist zwar stark gestiegen, wenn man diese aber durch die Anzahl der investierten Aufsichtsstunden teilt, ist die Zunahme nur schwach.» Dreizehn Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin haben 2008 mehr als 2000 Stunden lang im Reusstal ihre Präsenz markiert. Die Aufsichtsstunden in Ottenbach und Obfelden wurden dabei verdoppelt.

Schutzzonen werden weniger betreten

«Das Betreten der Naturschutzzonen nimmt deutlich ab», so Dusej. «Und auch ein Problem mit streunenden Hunden konnte gelöst werden.» Ebenfalls positiv wirkt die Fütterungsgebotstafel für Wasservögel bei der Rottenschwiler Brücke. Für mehr Klarheit über Gebote und Verbote für Hunde und ihre Halter sollen schon bald neue Tafeln sorgen.

«Die Ergebnisse zeigen, dass dank Kontrollen vor Ort die Regeln besser eingehalten werden», war Dusej überzeugt. «In den nächsten Jahren können wir darum mit einer Abnahme der Verzeigungen rechnen.»

Neues Besucherkonzept bei Mühlau

Martina Brennecke, Abteilungsleiterin Natur und Landschaft des Kantons Zugs, stellte das neue Leitbild für die Maschwander Allmend vor: «Ziel ist es, das Gebiet zu erhalten und aufzuwerten, aber auch die Besucher besser zu lenken.»

Dazu wurden zwei Kategorien von Wegen geschaffen: Das Hauptwegnetz ist auch künftig für alle begehbar, auf den Wanderwegen sind hingegen Hunde, Pferde und Fahrräder verboten.

Auf der Zuger Reussseite, vis-à-vis von Mühlau, wurde das Ufer für Erholungssuchende aufgewertet und der Dammweg neu angelegt. «Wir wollen mit der Aufwertung nicht nur Verbote aufstellen, sondern auch Dinge ermöglichen, die vorher noch nicht möglich waren», erklärte Brennecke. Damit die Besucher klar wissen, wo was erlaubt ist, werden Informationstafeln aufgestellt. Das Projekt soll im Frühling 2010 seinen Abschluss finden.

Zahlreiche Ehrungen

Die Präsidentin der Stiftung Reuss-tal, Elisabeth Sailer-Albrecht, ehrte zum Schluss der Versammlung neben sieben Personen, welche ihren Rücktritt aus der Stiftung gaben, auch Josef Fischer, der seit 20 Jahren Geschäftsführer der Stiftung ist.

Sailer warnte: «Mit der Eröffnung der Säuliämtler Autobahn wird der Siedlungsdruck aufs Reusstal weiter zunehmen.» Sailer sieht die Gefahr, «dass die Ziele des Reusstaldekrets langsam in den Hintergrund geraten». In den nächsten Jahren müssten diese Schutzziele, die aus dem Jahr 1982 stammen, mit Nachdruck verfolgt werden.

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