Kurt Blum

Die Kustorei am östlichen Rand des Niklaus-Thut-Platzes befindet sich im Eigentum der Einwohnergemeinde Zofingen und ist seit 1982 an den Regionalverband zofingenregio vermietet. In den vergangenen bald 30 Jahren wurde relativ wenig investiert. In der Regel wurden bei einem Bürowechsel die Wände frisch gestrichen und bei Bedarf die Bodenbeläge ersetzt. Der Verband hat vor rund 5 Jahren aus eigenen Mitteln die EDV-Vernetzung der Räumlichkeiten finanziert.

Nun sollen mit baulichen Massnahmen neben dem zeitgemässen Unterhalt die Entflechtung der Räumlichkeiten mit ihren unterschiedlichen Sicherheitsbedürfnissen, die Erneuerung der Nasszellen, die Einrichtung eines behindertengerechten Zugangs sowie die Sanierung der Fassade und des Dachs realisiert werden, teilt der Stadtrat dem Einwohnerrat mit.

Breites Benützerfeld

Die Aufgaben von zofingenregio haben sich seit 1982 laufend geändert. Verschiedene Aufgabenbereiche wie der Regionalbus sowie die Schul- und Erziehungsberatung sind weggefallen; andere Aufgaben wie das Regionsmarketing und der Bereich Tagesfamilien sind dazugekommen. Weitere ebenfalls in der Kustorei domizilierte Institutionen gehören nicht zum Regionalverband zofingenregio, sind oder waren jedoch beim Verband in Untermiete: Suchtberatung Aargau (ags), Stiftung zur Förderung der Selbsthilfe, unentgeltliche Rechtsauskunft, Ausländerberatung sowie die Ehe- und Familienberatung.

Aktuell befinden sich in der Kustorei die Räumlichkeiten des Regionalen Vormundschaftsund Sozialdiensts, der Tagesfamilien, der Regionalplanung sowie der Zentralen Dienste. Als externe Institutionen sind die Suchtberatung (ags), die Stiftung zur Förderung der Selbsthilfe, die Ausländerberatung sowie die unentgeltliche Rechtsauskunft eingemietet.

Durch die Expansion des Regionalen Vormundschafts- und Sozialdiensts ist das heutige Platzangebot knapp, weshalb das Regionsmarketing sowie die Mütterund Väterberatung in die Liegenschaften Stadthaus Kirchplatz beziehungsweise Rathausgasse 2 (Metzgernzunft) verlegt werden mussten. Der Saal im ersten Obergeschoss steht neben Verbandsveranstaltungen auch externen Benützern wie zum Beispiel der Alzheimervereinigung oder andern sozialen Institutionen zur Verfügung und ist regelmässig belegt.

Nach dem Umbau und der Sanierung weist die Kustorei, durch die zusätzlichen Besprechungszimmer und durch die bessere Empfangssituation, eine grössere Flexibilität auf. Dadurch wird es möglich sein, dass die Mütter- und Väterberatung und eventuell auch das Regionsmarketing wieder in die Kustorei zügeln können.

Das vorliegende Projekt hat zum Ziel, die Kustorei zu einem den heutigen Anforderungen gerechten Bürogebäude umzubauen und zu sanieren. Dabei ist ausschlaggebend, dass das Gebäude einen klar definierten Eingangsbereich mit Empfang und Zugangskontrolle aufweist und sämtliche öffentlichen Räume inklusive den Sanitärzellen mit dem Rollstuhl zugänglich sind.

Für eine flexible Büronutzung ist es zudem wichtig, dass Besprechungsund Aufenthaltsräume angeboten werden können und dass genügend Archivräume zur Verfügung stehen. Diese Anforderungen erfüllt das Projekt. Das Raumkonzept wurde in enger Zusammenarbeit mit den heutigen Nutzern erarbeitet und vom Vorstand von zofingenregio verabschiedet. Nach der Realisierung der vorgeschlagenen Unterhaltsarbeiten lässt sich auch ein marktkonformer Mietzins rechtfertigen. Der Jahresmietzins beträgt künftig 119000 Franken, zuzüglich Nebenkosten. Für den Umbau und die Sanierung der Kustorei soll ein Baukredit von 1,58 Mio. Franken bewilligt werden.