Peter Rombach

Die Bauarbeiten begannen in diesem Jahr am 9. Juni. Ein viertes Stockwerk auf dem bestehenden Büro- und Werkstattgebäude ist bereits fertig und der Innenausbau läuft derzeit auf Hochtouren. Vor wenigen Tagen rückte ein mächtiger Bagger an und leitete den Abbruch des alten Unterwerkgebäudes ein, in dem einst die Transformatoren brummten.

Dadurch entsteht Raum für eine neue Halle für Fahrzeuge, Waschbox, zentrales Materiallager und Arbeitsvorbereitung. Projektleiter Hermann Peter und Urs Solen-thaler, Leiter Regional-Center Rheinfelden, gehen davon aus, dass dieses Projekt im April nächsten Jahres vollendet ist. Nach Fertigstellung des gesamten Erweiterungsbaus erwarten sie für die 30 AEW-Beschäftigten optimierte Arbeitsbedingungen dank neuen Räumlichkeiten und neuer Infrastruktur.

Im Minergiestandard

Der Eingang zum Gebäudekomplex befindet sich künftig auf der Seite zur Riburgerstrasse, wo sich bislang schon die Zufahrt auf das Areal befand. Architekt Ernst Hess berichtete, dass die Bauarbeiten «unter vollem Betrieb» ausgeführt werden mussten, was eine besondere Herausforderung gewesen sei. Der aufgestockte Bereich entspreche dem Minergiestandard. Als «ökologisch gute Sache» wertete er ausserdem die Beheizung des Regional-Centers durch den Wärmeverbund Engerfeld mit seiner Holzschnitzelanlage.

Weiter hob Architekt Hess hervor, dass das leicht geneigte Pultdach begrünt und mit einer Photovoltaik- Anlage bestückt werde. Urs Solenthaler meinte, dass die installierte Leistung einen «mittleren Energieertrag» von jährlich etwa 18 000 Kilowattstunden Strom bringe, der ins AEW-Netz eingespeist werde. «Das entspricht einem durchschnittlichen Stromverbrauch von vier Haushalten.» Allein für diese Anlage beliefen sich die Investitionskosten auf 215 000 Franken brutto; aus der Solarförderung des Kantons erwarte man etwa 29 000 Franken.

Im Frühjahr 2010 fertig

Zur heutigen Aufrichtefeier sind die Handwerker und alle am Bau beteiligten Firmen geladen. Das bestätigte AEW-Kommunikationschefin Elke Piller. Der vergrösserte Stützpunkt für die Region Fricktal werde im Frühjahr 2010 fertig.

Mit den neuen Investitionen legt die AEW Energie AG ein klares Bekenntnis zum Standort Rheinfelden ab: «Für Planung, Bau und Betrieb der Stromnetze ist ein regionaler Stützpunkt unabdingbar», lautet eine Unternehmensstrategie. Wie es hiess, investiere das Regional-Center Rheinfelden jährlich zwischen 3,5 bis 4 Millionen Franken in die Infrastruktur, um die 28 angeschlossenen Gemeinden im Fricktal mit Strom zu versorgen.