Jungwacht
«Die Aarauer sind spendabel»

Die Aarauer Igelweid ist ein gefährliches Gebiet, überall lauern Spendensammler für wohltätige Organisationen. Am Montagabend dann die erlösende Abwechslung: «Wir sind von der Jungwacht Riffig aus Emmenbrücke und sammeln Geld für einen Wettbewerb.» Wettbewerb?

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Aargauer Zeitung

Wir kaufen vom gesammelten Geld ein Zugticket und fahren heute noch bis nach Genf», sagt Leiter Reto Herzog und erklärt die Wettbewerbsregeln: Vier Gruppen der Jungwacht Riffig starten von ihrem Sommerlager in Dietfurt im Kanton St. Gallen aus auf eine Tour de Suisse - wer innert 24 Stunden am weitesten kommt, hat gewonnen. Das Problem: «Wir haben pro Person nur sieben Franken im Sack», sagt Herzog. «Den Rest müssen wir uns erbetteln.» Nach einer Reise über Wil, Winterthur und Zürich sind die drei Lagerleiter und ihre sieben Buben im Alter zwischen 8 und 15 Jahren in Aarau gestrandet. «Die Aarauer sind sehr spendabel», schwärmen sie, sogar Schlafplätze hätte man ihnen bereits angeboten. «Wo wir schlafen werden, wissen wir aber noch nicht», sagt Herzog. Trotzdem werde die Sicherheit grossgeschrieben. «Jedes Kind hat einen Zettel mit Telefonnummern um den Hals.»

Übrigens: Die Truppe hat es bis an die französische Grenze geschafft und den Wettbewerb gewonnen. (ksc)

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