Dichterer Fahrplan
Dichterer Fahrplan, mehr Passagiere

Die Bremgarten-Dietikon-Bahn beförderte 2008 12 Prozent mehr Reisende. Der Betrieb mit den Buslinien konnte konsolidiert werden. Das teilte die BDWM-Transport AG an ihrer Generalversammlung mit.

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Limmattaler Zeitung

Jörg Baumann

Die BDWM-Transport AG erhöhte 2008 den Betriebsgewinn um acht Prozent auf 384 500 Franken. In den Spitzenstunden führte die Bremgarten-Dietikon-Bahn zwischen Dietikon und Bremgarten-West den Viertelstundentakt ein. Die Reisenden schätzten den dichten Fahrplan und benützten die Bahn heute «wie eine Strassenbahn», sagte Severin Rangosch, Direktor der BDWM, an der Generalversammlung. Die Bahn beförderte 2008 insgesamt 12 Prozent mehr Reisende. Für das laufende Jahr ist Rangosch «leicht optimistisch».

Billettkontrollen und Vandalenakte

Billettkontrollen: Die 2007 begonnene Zusammenarbeit mit der Sicherheitsfirma Sisec GmbH hat sich sehr bewährt, wird im Jahresbericht der BDWM-Transport AG festgehalten. Sie wurde im Bereich der Fahrausweiskontrollen ausgebaut. Die Quote der Reisenden ohne gültigen Fahr-ausweis konnte von 2,5 Prozent auf 1,5 Prozent gesenkt werden.

Verstösse: Bei den Sachbeschädigungen und Verstössen gegen das Bahnpolizeigesetz muss die BDWM ihre Anstrengungen noch intensivieren. Erfolgten 2007 35 Anzeigen wegen Gleisüberschreitens, waren es 2009 gar 85 Anzeigen.

Sachbeschädigungen: Bei den Sachbeschädigungen an Bahnhöfen und Haltestellen zeigt sich laut dem Jahresbericht, dass diese vor allem in den Abendstunden während der Schulferien erfolgen. Insgesamt wurden Beschädigungen in der Höhe von 49 000 Franken registriert, praktisch immer von Jugendlichen verübt. Die Videoüberwachung zeigt zwar abschreckende Wirkung, werde nun aber bereits zur Ausführung von Straftaten gezielt umgangen. (liz)

Die Bahn will den Schwung ausnützen. Sie dehnt Ende Jahr den Viertelstundentakt zwischen Dietikon und Bremgarten-West auch auf den Samstag aus. Und: Auf der ganzen Bahnstrecke werden bis zum Ende des Jahres neue Billettautomaten installiert.

Am 19. Dezember erhält die Bahn das erste der 14 ultramodernen Stadler-Fahrzeuge, die auf den Namen «Diamant» getauft wurden. Mehr Werbung müsse man für das Parkhaus beim Bahnhof Berikon-Widen machen, meinte Rangosch. Denn leider habe die Bevölkerung noch nicht richtig gemerkt, dass ihr dort ein preisgünstiges Park-and-Ride-Angebot zur Verfügung stehe, erläuterte Rangosch.

Beliebter Schnellbus

Der Betrieb mit dem Schnellbus von Bremgarten nach Zürich Enge sei erfolgreich gestartet worden, teilte Verwaltungsratspräsident Herbert Huber seinerseits mit. Die Bevölkerung hat laut Direktor Rangosch den Bus gut angenommen. So gut, dass einzelne Reisende im Morgenverkehr im Bus nicht sitzen konnten, sondern stehen mussten. Der Bus komme gelegentlich in Zürich Brunau in den Stau. Aber die Zeitreserve sei gross genug. Verspätungen hätten vermieden werden können, sagte Rangosch.

Mit dem Schnellbus habe die BDWM-Transport AG «in ein richtiges Wespennest» gestochen. Wenn alles «mit rechten Dingen» zugehe, werde der Schnellbus nach dem Versuchsbetrieb definitiv eingeführt.

Im Busbereich wird es jedoch zu Anpassungen organisatorischer Art kommen. Der Kanton Aargau hat eine neue Eigentümerstrategie verabschiedet; er zieht sich mittelfristig aus den Beteiligungen im Busbereich zurück. Das zwingt auch die BDWM zum Handeln. Der Busbetrieb wird in eine neue Aktiengesellschaft überführt. Man entwerfe Lösungsansätze und unterbreite sie dem Regierungsrat, teilten die Verantwortlichen mit.