Deutschland

Deutschlandweite Durchsuchungen nach Missbrauchsfall

ARCHIV - Das Ortsschild von Bergisch Gladbach steht am Ortseingang. Im Zuge der Ermittlungen zum Missbrauchsfall Bergisch Gladbach hat die Polizei am 01.09.2020 bundesweit Wohnungen von 50 Tatverdächtigen durchsucht. Foto: Federico Gambarini/dpa

ARCHIV - Das Ortsschild von Bergisch Gladbach steht am Ortseingang. Im Zuge der Ermittlungen zum Missbrauchsfall Bergisch Gladbach hat die Polizei am 01.09.2020 bundesweit Wohnungen von 50 Tatverdächtigen durchsucht. Foto: Federico Gambarini/dpa

Im Zuge der Ermittlungen zum Missbrauchsfall Bergisch Gladbach hat die deutsche Polizei am Dienstag Wohnungen von 50 Tatverdächtigen im ganzen Land durchsucht. Es gehe um den Verdacht des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornografie, teilte die Kölner Staatsanwaltschaft mit.

"Auf Grundlage umfangreicher Datenauswertungen" der Besonderen Aufbauorganisation (BAO) "Berg" habe die bei der Staatsanwaltschaft Köln angesiedelte Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) Beschlüsse für die Durchsuchungen erwirkt.

Am Mittwoch wollen die Ermittler Einzelheiten zu den Razzien nennen. Die Ermittlungen rund um den Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach hatten bis Ende August bereits zu Spuren in sämtlichen deutschen Bundesländern geführt. Mit Stand 27. August wurde alleine in NRW gegen 84 Beschuldigte ermittelt, zehn Menschen waren bereits angeklagt, einer in Haft, acht in Untersuchungshaft.

Ende Juni hatte Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach mitgeteilt, dass die Ermittler im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach auf Spuren gestossen seien, die zu potenziell mehr als 30 000 Verdächtigen führen könnten. Es gehe dabei nicht nur um die Verbreitung und den Besitz von Kinderpornografie, sondern auch um schweren Kindesmissbrauch.

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