Demnach soll der Bankenrettungsfonds Soffin in einem ersten Schritt in einer Kapitalerhöhung rund 20 Millionen HRE-Aktien für den gesetzlich geringst möglichen Preis von drei Euro je Aktie zeichnen. Das Kapital der Bank wird damit um 60 Millionen Euro erhöht.

Der Bundestag in Berlin hatte am 20. März grundsätzlich den Weg zur Verstaatlichung angeschlagener Banken frei gemacht. Die Bundesregierung will die HRE verstaatlichen, da ein Zusammenbruch der Bank auch andere Banken, Versicherungen und sogar Bundesländer an den Rand des Bankrotts führen könnte.

Zudem will der Staat die mehr als 100 Milliarden Euro aus Steuergeldern sichern, die er der Bank in den vergangenen Monaten in der globalen Finanzkrise bereit gestellt hat.

Langfristig will der Staat die vollständige Kontrolle übernehmen. Voraussetzung für eine Stabilisierung der HRE sei der Erwerb der vollständigen Kontrolle durch Soffin oder den Bund direkt, hiess es.

Geplant seien eine hinreichende Ausstattung der Bank mit Kapital sowie die Übernahme weiterer Garantien. Die HRE wird nur dank staatlicher Garantien von 87 Milliarden Euro am Leben gehalten. Die erste Bürgschaft wurde Ende September gewährt. Weitere 15#Mrd. Euro kommen von der privaten Finanzwirtschaft.

In den kommenden Tagen will die HRE ihre Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorlegen. Erwartet werden Milliardenverluste, wodurch eine weitere Finanzspritze nötig werden dürfte.

Wann der nächste Schritt des Bundes zur Übernahme erfolgt, blieb offen. Die bisherigen Aktionäre bleiben so zunächst im Boot.