Verzweiflungstat

Deutsches Paar nach Aussetzung von Kindern bei Aosta aufgespürt

In diesem Wald versteckten sich die zwei

In diesem Wald versteckten sich die zwei

Das deutsche Paar, das drei Kinder in Aosta zurückgelassen hat, ist in einem Wald nahe der norditalienischen Stadt aufgespürt worden. Die beiden seien unverletzt, sagte der Polizeichef von Aosta. Die Polizei hatte befürchtet, dass sich das Paar etwas antun könnte.

Spekulationen über Selbstmordabsichten der Mutter und ihres Freundes haben sich damit nicht bewahrheitet. Das Paar wurde sofort von der Polizei vernommen. Vieles deutet darauf hin, dass die Beiden aus Verzweiflung über ihre verfahrene Lebenssituation handelten.

Aus Tagebuchaufzeichnungen ging hervor, dass sie in finanziellen Schwierigkeiten stecken und über Selbstmord nachdachten. Der 24-jährige Mann ist zudem ein flüchtiger Häftling.

Das Paar sollte bald wieder auf freien Fuss gesetzt werden, hiess es aus Justizkreisen. Es soll im Polizeipräsidium im Beisein eines Dolmetschers mit der Strafanzeige wegen Aussetzung Minderjähriger konfrontiert werden; ausserdem sollten die zwei erklären, warum sie flohen.

Dann könnten sie das Präsidium verlassen - auch der aus einem Hafturlaub geflohene Mann. Denn er sei nicht international zur Fahndung ausgeschrieben. Die deutschen Ermittler hatten dem Mann die Möglichkeit gegeben, freiwillig zurückzukehren.

Das Paar wurde etwa zehn Kilometer von Aosta in einem Wald aufgespürt. Eine Anwohnerin hatte die Deutschen dort entdeckt und der Polizei gemeldet.

Die Kinder seien in einem Heim in Aosta untergebracht worden, berichtete die italienische Tageszeitung "La Repubblica". Sie sollten nun von Mitarbeitern des Olper Kreisjugendamtes zurück nach Deutschland geholt werden.

Die Mutter und ihr Freund hatten die Kinder im Alter von zehn Monaten sowie vier und sechs Jahren am Sonntag im Restaurant zurückgelassen und waren verschwunden.

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