Besonders betroffen waren die Kantone Tessin mit 86 Fällen und Genf mit 73 Fällen, wie Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) vor den Medien in Bern sagte. Damit sei klar: "Etwas passiert in der Schweiz."

Mittlerweile sind laut BAG in der Schweiz knapp 2000 Fälle im Labor nachgewiesen worden. 38 Personen mussten seit letzten Juli in Spitalpflege gebracht werden, sieben davon auf die Intensivstation.

In Thun erkrankten zwei Rekruten der Panzer RS 21 an Schweinegrippe. Sie wurden von der Truppe abgesondert und befinden sich auf der örtlichen Krankenstation, wie Armeesprecher Christoph Brunner verschiedene Medienberichte bestätigte. In der Kaserne Chur waren am Donnerstag noch rund 20 der ursprünglich 64 Schweinegrippe-Patienten auf der Krankenstation.

Von Schulschliessungen waren die Gemeinden Eischoll im Wallis und Allschwil im Baselbiet betroffen. In Eischoll wurde eine Kindergartenklasse geschlossen, in Allschwil sistierten die Behörden den Unterricht für drei Sekundarschulklassen. Dies nachdem 20 Schüler erkrankt waren; bei sieben wurde die Schweinegrippe nachgewiesen.

Auch Gefängnismauern schützen nicht vor der Schweinegrippe: Im Gefängnis Champ-Dollon in Genf erkrankte ein Häftling am pandemischen Virus. Er sowie seine Mithäftlinge wurden isoliert. Sie müssen eine Maske tragen, wie ein Sprecher eine Meldung von Radio Suisse Romande (RSR) bestätigte.

Zahlen aus dem Ausland zeigten aber, dass die Grippe nun auf der nördlichen Halbkugel rasch um sich greife. "Die pandemische Welle ist in der nördlichen Hemisphäre angekommen", sagte Mathys.