Zauberhain
«Der Zauberhain» bezauberte

Es war ein märchenhaftes Fest mit orientalischem Touch, das in einer romantischen Waldlichtung in Meienried unweit der Alten Aare stattfand. Gefeiert wurde die Neueröffnung des Tanzateliers Emuesch in Büren.

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Tanz

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Solothurner Zeitung

Denise Gaudy

Fröhlich quietschende Kinder, spielende Hunde, Grossväter und Grossmütter, die Babys in ihren Armen wiegen, Teenies mit Dreadlocks und junge Männer in XXL-Jeans, ein Rentner am Würstebraten und zwei gutbürgerliche Frauen am selbst gebackene Kuchen Verkaufen: Was am Nachmittag und frühen Abend noch nach Nullachtfünzehn-Open-Air aussah, verwandelte sich mit Einsetzen der Dämmerung schlagartig in ein Fest, wie es Büren und Meienried noch nie gefeiert hatten: In einer zauberhaften Waldlichtung unweit der Alten Aare bei Meienried, im mystischen Schein von Feuern, Fackeln und Kerzen, liessen sich rund 200 Neugierige in eine märchenhafte Welt entführen. Die Nacht wurde zur tausendundersten Nacht, in der die Künstlergruppe Anarinya das Publikum in bunt glitzernden, verspielten orientalischen Kleidern betanzte und mit geheimnisvoller Musik, Trommelklängen und schauderhaft schönem Gesang bezirzte. Zu dieser traumhaft exotischen Vorführung erzählte die Lengnauerin Heidi Bracher das altpersische Märchen «Der Zauberhain».

Tanzkurse für 3- bis über 60-Jährige

Das Projekt Emuesch ist eine Vision der Tanzgruppe Anarinya. «Über die Bewegung zu Musik, den Tanz, wollen wir Menschen jeden Alters ansprechen, vom 3-jährigen Kind bis zur Seniorin über 60. Wir möchten ihnen neue Horizonte eröffnen und damit neue Begegnungen ermöglichen.» Kathrin Arn erläutert die Grundidee von «Emuesch». Das Kursangebot in den Tanzstudios in Büren und Wangen ist vielfältig. Es reicht von orientalischem Tanz über Tanzen mit Kindern, Ballett mit Modern- und Jazzdance-Elementen, Tanzen zu Trommeln bis zu Genussstunden für Frauen mit Rückenbeschwerden oder Wohlfühlballett für Seniorinnen. Unterricht erteilen die acht Anarinya-Tänzerinnen, jede ihren privaten oder beruflichen Stärken gemäss. So wird sich die 23-jährige Bürerin Flurina Schneider als ausgebildete Kleinkinderzieherin und Mutter einer kleinen Tochter zum Beispiel als Kursleiterin im Kids-Dance in Büren betätigen. (gy) www.emuesch.ch

Neues Tanzatelier im Stadtgraben

Die Tanzgruppe Anarinya (altpersisch: unsere Sonne), besteht seit rund zwei Jahren. Ihr gehören zwölf junge und mit Leib und Seele engagierte Tänzerinnen, Trommler und Musiker aus Büren und Umgebung an, die sich in erster Linie dem orientalischen Tanz verschrieben haben. Das unter freiem Himmel getanzte und selbst choreografierte und intonierte Märchen hat die Gruppe während gut acht Monaten an drei bis vier Abenden wöchentlich einstudiert. Anarinya-Leiterin und Tanzlehrerin Kathrin Arn aus Büren: «Es war die Premiere für den ‹Zauberhain›. Wir werden das Tanzmärchen im Lauf der nächsten Monate an verschiedenen Orten in der Region zwischen Biel und Solothurn aufführen.» Dass die Premiere Ende August in Meienried stattfinde, sei kein Zufall, präzisiert die 30-jährige Studentin. Am 1. September eröffnet die Tanzgruppe Anarinya im Stadtgraben in Büren und in Wangen an der Aare nämlich die Tore von «Emuesch» (arabisch: Welle); je ein Atelier für Begegnung und Bewegung.

Alle Mitglieder der Tanzgruppe sind zwischen 17 und 30 Jahre alt und verdienen sich ihr Leben in den unterschiedlichsten Berufen oder sind noch in Ausbildung. Ihr ganzes Emuesch-Engagement ist nicht profitorientiert und spielt sich in der Freizeit ab - «vorläufig», lacht Kathrin Arn: «Natürlich wäre es der Traum von uns allen, einmal mit unserer Leidenschaft Geld zu verdienen oder sogar davon leben zu können.»

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