Der Untergrund in Hellikon wurde «geröntgt»

Bei den Erdlöchern in Hellikon handelt es sich um eine Hangrutschung, nicht wie erst vermutet um einen Einsturz von Höhlen. Mit einer spezialisierten Firma sollen nun weitere Geländeverformungen gesucht werden. Vor allem bei Tauwetter und nasser Witterung könnte es zu mehr Bewegungen im Erdreich kommen.

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Geologe untersucht das riesige Loch in Hellikon

Geologe untersucht das riesige Loch in Hellikon

Keystone

Kurz vor Weihnachten öffnete sich auf dem Neulig im Gebiet Buech in Hellikon mitten in einem Feld ein rund 15 m tiefes Loch von rund 1,5 m Durchmesser. Zwischen Weihnachten und Neujahr kam es wenige Meter neben dem bestehenden Loch zu einem weiteren Einsturz. Da die Löcher kreisrund waren, ging man anfänglich davon aus, dass es sich um sogenannte Erdfälle, das heisst um den Einsturz von Höhlen handelt, wie die Gemeinde Hellikon mitteilt. Solche Karsterscheinungen sind in den Kalkschichten des Tafeljuras ein relativ häufiges Phänomen.

Mit geophysikalischen Messungen wurde der Untergrund nach weiteren Hohlräumen, welche ebenfalls einstürzen könnten, untersucht. Diese Messungen (eine Art Röntgen des Untergrundes) zeigten, dass es sich nicht um den Einsturz von Höhlen, sondern um eine Hangrutschung handeln dürfte. Deshalb wurde zusammen mit einer spezialisierten Vermessungsfirma ein Messnetz aufgebaut, sodass weitere Geländeverformungen erkannt werden können. Vor allem bei Tauwetter und nasser Witterung könnten sich die Bewegungen beschleunigen.

Zur Vermeidung von Unfällen wurde die Strasse gesperrt und das Gebiet weiträumig abgesperrt. Siedlungen seien durch die Hanginstabilität nicht gefährdet. (pd/dge)