Südpark
Der Südpark wird endlich gebaut

Mit dem 80 Millionen teuren «Südpark» wird die bisherige Rückseite des Bahnhofs SBB aufgewertet. Im Beisein zahlreicher Gäste fand gestern die Grundsteinlegung statt.

Merken
Drucken
Teilen
Grundsteinlegung Südpark

Grundsteinlegung Südpark

bz Basellandschaftliche Zeitung

Esther Jundt

Mit der Grundsteinlegung für das von den Architekten Herzog und de Meuron konzipierte Gebäude «Südpark» an der Güter- und Meret-Oppenheim-Strasse ist eine lange Planungsphase abgeschlossen worden. Die Baubewilligung wurde bereits 2005 erteilt und zwei Jahre später sollten die Bauarbeiten beginnen.

Allerdings fehlten die Mieter. Erst als nahezu die gesamte Fläche vermietet war, erteilten die SBB als Bauherrin im letzten Jahr den Startschuss für die Abbrucharbeiten. Gestern nun erfolgte die offizielle Grundsteinlegung.

Das Gebäude wird über drei Untergeschosse verfügen. Auf der Bahnseite wird das Haus zehn Stockwerke und damit 36 Meter hoch sein. Entlang der Güterstrasse sind nur fünf Geschosse vorgesehen. Gespannt darf die Bevölkerung auf die Fassade sein. Wie Pierre de Meuron gestern sagte, liessen sich die Architekten bei der Fassadengestaltung von anderen Liegenschaften im Gundeldinger-Quartier inspirieren. Es werde zwölf verschieden kombinierbare Fensterformen geben. Die Fassade wird metallisch erscheinen. Geplant ist zudem ein Innenhof, dessen Landschaft von der Vegetation des japanischen Ahorn-Waldes bestimmt ist. Die Pflanzinseln bieten auch Sitzmöglichkeiten.

De Meuron dankte der SBB, dass sie in dieser schwierigen wirtschaftlichen Zeit ein derartiges Projekt realisiert. Wegen der Projektentwicklung hätten fünf bis sechs Baueingaben gemacht werden müssen. «Ich bin gespannt wie die Bevölkerung auf das Gebäude reagieren wird», sagte er.

Urs Schlegel, Leiter der SBB Immobilien, verschwieg nicht, dass lange «jongliert» werden musste, bis die Grundsteinlegung für das spektakuläre Gebäude erfolgen konnte. Es gehöre zur Strategie der SBB, die Bahnhöfe konsequent weiterzuentwickeln, damit sie attraktive Dienstleistungszentren werden. Auch das Umfeld der Bahnhöfe soll durch eine gezielte Entwicklung der angrenzenden Areale aufgewertet werden. Mit dem Südpark werde die bisherige Rückseite des Bahnhofs SBB noch mehr aufgewertet. Zudem werde damit das Gundeldinger-Quartier noch besser an die Innenstadt angebunden.

Verschidene Einrichtungen

Auf den fast 23 000 Quadratmetern werden verschiedene Einrichtungen Platz finden. Im Erdgeschoss entsteht ein Coop Supermarkt. Zusätzlich sollen mehrere kleine Läden eingerichtet werden. 8000 Quadratmeter belegt das neue Handelszentrum der Basler Kantonalbank. Beide Firmen werden 2011 ins neue Gebäude einziehen. Schliesslich ist im gesamten Wohnteil eine Seniorenresidenz mit rund 100 altersgerechten 1- bis 3-Zimmerwohnungen vorgesehen.

Ergänzt wird dieses Angebot durch eine Pflegeabteilung mit 26 Einzelzimmern und einem internen Restaurant. Ursprünglich waren rund 100 grössere Wohnungen geplant. Die SBB investieren 80 Millionen Franken in den Südpark.

Baudirektor Hans-Peter Wessels bezeichnete die Bahnflächen zu den wichtigsten Entwicklungsgebieten des Kantons. Seit den 80er Jahren seien beim Bahnhof SBB mehrere wegweisende Projekte realisiert worden. Er zeigte sich überzeugt, dass der Südpark die Umgebung des Bahnhofs Süd aufwerten wird.