Der Skaterpark ist beliebt – und allzu oft ein Müllplatz

Der Skaterpark in Bätterkinden ist bei den Jugendlichen ein beliebter Treffpunkt. Allerdings geht das nicht ohne Probleme. Vandalismus und vor allem Littering rund um die Anlage rücken die Benutzer in ein schlechtes Licht.

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Der Skaterpark ist beliebt – und allzu oft ein Müllplatz

Der Skaterpark ist beliebt – und allzu oft ein Müllplatz

Solothurner Zeitung

Rita Schneider

Alle freuen sich auf den Frühling und den Aufenthalt im Freien. Bei den Jugendlichen nimmt mit den steigenden Temperaturen auch das Interesse an der Skateranlage zu. So weit, so gut. Man mag ihnen den speziellen Kick bei ihren Tricks gönnen und hat Verständnis dafür, dass sie einen Platz für sich beanspruchen. Wären da nicht die unliebsamen Nebenerscheinungen. So, wie sich der Skaterpark im Moment präsentiert, macht er jeder Müllhalde ernsthaft Konkurrenz. Und ist wahrlich – in unmittelbarer Nachbarschaft zur Saalanlage und zum Naherholungsgebiet – keine Visitenkarte für die Gemeinde.

Haltung vieler Nutzer eine Zumutung

Dass beim Skaterpark im Moment nicht alles rund läuft, zeigt sich bei ei-nem Besuch desselben. Überall, auch im angrenzenden Wald, liegen leere PET-Flaschen, Pizzakartons, Papier, Zigarettenschachteln und anderer Müll herum. Niemand von den Anwesenden will zuständig sein. «Wir benützen die Anlage nur», wird in die Runde geworfen und: «Der Dreck stammt nicht von uns und wird ja weggeräumt», versichert eine Jugendliche und meint gleichzeitig, dass dies ja von den Gemeindeangestellten erledigt würde. Angesprochen darauf bestätigt Gemeindearbeiter Adrian Wälchli, dass hie und da aufgeräumt werde. «Weil am nächsten Wochenende ein Anlass in der Saalanlage stattfindet, auf den Brandanlagen auswärtige Feuerwehren Übungen abhalten und bei diesem schönen Wetter wieder viele Spaziergänger unterwegs sind, müssen wir in den sauren Apfel beissen und den Unrat beseitigen.» Mindestens drei Stunden Arbeit gebe es, all den Müll einzusammeln und zu entsorgen, bestätigt Wälchli. In den letzten Jahren habe es eigentlich recht gut geklappt. Aber da sei eine namentlich bekannte Betreibergruppe für den Park verantwortlich gewesen. «Wir konnten eine Person kontaktieren und dann hat es mit dem Aufräumen geklappt», erinnert er sich.

Ein Thema im Gemeinderat

Gemeindepräsident Beat Linder verfolgt die Entwicklung mit Sorge. «Es kann doch nicht sein, dass wir eine Anlage zur Verfügung stellen und dann darauf eine solche Unordnung hinterlassen wird», zeigt er sich enttäuscht. Der Gemeinderat werde an seiner nächsten Sitzung darüber befinden. Man werde sicher mit den Jugendlichen noch das Gespräch suchen, aber er poche darauf, dass das Benutzungsreglement eingehalten werde.

«Vielleicht müssen wir auch eine andere Form der Trägerschaft finden», sinniert Linder, der bedauern würde, wenn der Park geschlossen werden müsste. «Es gibt ja auch Jugendliche, die Ordnung halten, die Anlage nutzen und sauber hinterlassen. Gerade diese würden wir damit strafen.» Aber lange, davon ist Linder überzeugt, werde der Gemeinderat dem Ganzen nicht mehr tatenlos zusehen. Es gebe Schmerzgrenzen, und die seien jetzt eindeutig überschritten.

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