Sirene

Der Sirenentest gibt ein gutes Gefühl

Probealarm

Probealarm

Die tägliche Portion Meiereien aus der Aargauer Zeitung.

Jörg Meier


HEUTE IST NATIONALER Sirenentag. Im ganzen Land heulen um punkt 13.30 Uhr alle 8200 Sirenen, die wir haben. Und das eine Minute lang. Das Heulen erfolgt regelmässig auf- und absteigend. Auch wir im Aargau brauchen uns da nicht zu verstecken. Wir haben 570 Sirenen, 372 sind auf Gebäuden fest installiert, 198 mobile Sirenen auf Fahrzeugen montiert. Die Sirenenabdeckung ist so gekonnt organisiert, dass 99 Prozent der Bevölkerung das Heulen um 13.30 Uhr wahrnehmen werden. Man braucht aber nichts weiter zu tun; es handelt sich ja bloss um einen Test: den alljährlichen nationalen Sirenentest, der seit 1988 immer am ersten Mittwoch im Februar durchs Land heult.

IN DER EU möchte man die verschiedenen Sirenenzeichen auf ein einziges reduzieren, damit es weder Verwirrung noch Unklarheiten gibt. Aber wir Schweizer machen da nicht mit. Wir müssen den Wasseralarm als besonderes Sirenenzeichen (in Abständen von 10 Sekunden werden 12 tiefe Dauertöne von je 20 Sekunden Dauer verbreitet) beibehalten; immerhin haben wir ein Gefahrenpotenzial von 64 Stauanlagen. Überhaupt sind manche EU-Länder sirenenalarmmässig noch lange nicht so weit wie die Schweiz. Zum Beispiel die Italiener. Da gibt es noch keine Koordination. Die Gemeinden und Regionen müssen ihre Tests schon selber organisieren. In der Region Trentino etwa findet jeden Samstag ein Sirenentest statt.

IN DER SCHWEIZ reicht einmal pro Jahr. Dafür landesweit und gründlich. Deshalb sollten wir uns freuen, ja, und ein bisschen stolz dürfen wir auch sein, wenn es heute um 13.30 Uhr wieder von allen Dächern heult: Unsere Sirenen funktionieren. Wenn etwas wäre - ja, wir sind bereit. Ein gutes Gefühl.

joerg.meier@azag.ch

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