«Der Sieg wird am 9. Juli unser sein»
«Der Sieg wird am 9. Juli unser sein»

Die Freischaren rüsten sich für die grosse Schlacht und sprechen sich gegenseitig Mut zu. Dieses Jahr muss es sein, der Sieg liegt in der Luft.

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Urs F. Meier

Urs F. Meier

Lenzburger Bezirks-Anzeiger

Beatrice Strässle

Die Zeit wird knapp, ein Sieg muss her, denn: «Nach dem Rücktritt von Stadtfinanzminister Köbi Salm wird es sich in zwei, drei Jahren kaum mehr lohnen, die Stadt anzugreifen, weil die Kassen leer sein werden», war von Freischaren-Stabschef Peter Burri zu hören. Und Geld, das brauchen die Freischaren dringend. Manch einer schneutzte sich am kürzlich durchgeführten Freischarenrapport verstohlen ins Nastuch. Zu gross war die Trauer über die leere Freischarenkasse. Edmund Bumann spielte gekonnt auf der Klaviatur der geplagten Säckelmeister. Die Munition reiche gerade noch für ein einziges Scharmützel, dazu komme der Kostümkauf. Ein abgrundtiefes Loch werde sich in der Kasse auftun. Alt-General Max Schwarz liess sich ob der desolaten Lage glatt erweichen und legte mit 10 000 Franken ein äusserst grosszügiges Geschenk in die marode Kasse. Natürlich zählt man auch auf die Bevölkerung, welche mit dem Kauf der Plaketten einen Beitrag in die Kasse leisten wird.
Um an der kommenden Schlacht auf der Schützenmatte nichts mehr dem Zufall zu überlassen, wird wiederum auf so manche List zurückgegriffen und die gegnerischen Schwächen werden ohne mit der Wimper zu zucken ausgenutzt. So behändigte sich die Freischaren-Commission des vor der Pensionierung stehenden Stadtschreibers Christoph Moser - samt Kopien der Verteidigungspläne der Stadt.
Was den Kadetten schon lange gut, ist nun auch den Freischaren recht, die Frauen erobern langsam, aber sicher auch Kaderpositionen. Von weiblichem Charme, gepaart mit Logik - da mag die weibliche die Gegner sicherlich verwirren - wird das Korps der jungen Wilden profitieren. Es wird neu von Michele Randon befehligt. Verabschiedet wurden Max Bühlmann, Anführer des Beduinenkorps, Beni Lüthi, Zugführer der jungen Wilden sowie Werner Bischof als Artillerie-Zeugmeister.
Diese Chargen werden neu von Daniel Wehrli bei den Beduinen und Christian Möhl als Artillerie-Zeugmeister belegt. Weiter wurden Peter Fischer als Mot-Chef und Urs Bucher als Waffenmeister gewählt.
All diese vollmundigen Prophezeiungen perlten jedoch am Kadetten-Stabschef Stefan Regli wie Wasser ab. Seine Blaukittel werden es bestimmt auch dieses Jahr wieder richten und die Freischaren-Korps in die Knie zwingen.